Open Air Basel 2017: Popmusik erobert das Kasernen-Areal zurück
Aktualisiert

Open Air Basel 2017Popmusik erobert das Kasernen-Areal zurück

Das Open Air Basel findet neu bereits ab Donnerstag bis und mit Samstag statt. Den Besucher erwarten handverlesene und abwechslungsreiche Acts.

von
rob
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Nein, keine Militärmusik, sondern frischer Sound wird dieses Wochenende am Open Air Basel (10.-12. August) über das Kasernen-Areal dröhnen.

Nein, keine Militärmusik, sondern frischer Sound wird dieses Wochenende am Open Air Basel (10.-12. August) über das Kasernen-Areal dröhnen.

zvg
Der Auftakt ist ein Heimspiel: Die vier Kleinbasler Rock 'n' Roller von Denner Clan werden dem Publikum mit ihrem Sound à la Postkutschenüberfall am Donnerstag um 17.30 Uhr Feuer unterm Hintern machen.

Der Auftakt ist ein Heimspiel: Die vier Kleinbasler Rock 'n' Roller von Denner Clan werden dem Publikum mit ihrem Sound à la Postkutschenüberfall am Donnerstag um 17.30 Uhr Feuer unterm Hintern machen.

zvg
Es geht eidgenössisch weiter: Der Zürcher Fai Baba (hinten) hat sich einem manischen Blues zwischen Nachdenklichkeit und Ausbruch verschrieben. Schlagzeuger Domi Chansorn gibt ihm um 19.15 Uhr den Rhythmus vor.

Es geht eidgenössisch weiter: Der Zürcher Fai Baba (hinten) hat sich einem manischen Blues zwischen Nachdenklichkeit und Ausbruch verschrieben. Schlagzeuger Domi Chansorn gibt ihm um 19.15 Uhr den Rhythmus vor.

zvg

Schluss mit der Militärmusik: Zwei Wochen nach dem Tattoo ertönen dieses Wochenende wieder frischere Klänge auf dem Kasernen-Areal. Von Donnerstag, dem 10. August bis und mit Samstag, dem 12. August findet zum siebten Mal das Open Air Basel statt – bis 2012 noch Viva con Aqua beziehungsweise Kaserne Festival Basel genannt. Das letztjährige Festival mit den Beginner als Headliner war ein Publikumsmagnet. Doch auch dieses Jahr erwarten den Besucher namhafte Hauptacts und raffinierte (Noch-)Geheim-Tipps.

Den Auftakt machen Kleinbasler Rock 'n' Roller

Der Donnerstagabend startet mit einem Heimspiel des legendären Denner Clan. Das Kleinbasler Quartett wird das Festival mit ihrem rockigen Sound, der laut Band an einen «Postkutschen-Überfall mit Garagenrock» erinnern soll, einläuten.

Von etwas weiter her zieht es am selben Abend Bombino nach Basel. Sänger und Gitarrist Omar «Bombino» Moctar wurde 1980 in einem Tuareg-Camp in Niger geboren. 16 Jahre später landet er in Libyen, wo er sich nebst seinem Dasein als Hirte an den Riffs von Jimi Hendrix versucht. Daraus entstanden sind drei Alben mit berberischen Rhythmen und schnellen Rockklängen. «Seine Texte sind voller eindrücklicher Geschichten», sagt Produktionsleiter Kim Egi.

Erster Auftritt in Deutschschweiz von Chinese Man

Am Freitag wirds poppig im Kasernenhof. Die vier österreichischen Jungs von Bilderbuch stehen schon seit 12 Jahren auf den Bühnen dieser Welt und bringen ihr geschliffenes Hybrid aus Pop, Rock und elektronischen Klängen ans Volk. Prädikat: Tanzbar.

Gleich darauf folgt ein Geheim-Tipp, der eigentlich gar keiner ist: Die französische Band Chinese Man ist für ihr wildes Klangspektakel aus Hip-Hop, Electro, Soul und Weltmusik in Frankreich und im Welschland nämlich bestens bekannt. Nur im deutschsprachigen Raum hat es bis jetzt nicht so funktioniert. Ihr erster Auftritt in der Deutschschweiz am Open Air Basel soll das ändern.

Headliner wie gewohnt am Samstagabend

Der bekannteste Act wird wie gewohnt am Samstag zur Audienz gerufen: Die Londoner Band Archive fährt mit 20 Jahren Erfahrung auf und weiss mit ihrer transzendenten Musik am Schnittpunkt zwischen Trip-Hop, Psychedelia und Orchester-Pop immer noch zu begeistern. Zuvor darf man der isländischen Gesangskunst von Mammút und dem kalifornischen Psychedelic-Rock der Allah-Las lauschen. Den Abschluss machen die Basler Djs Garçon und Timnah Sommerfeldt wie gewohnt im Rossstall.

Bewusster Verzicht auf musikalische Schwerpunkte

«Uns war es wichtig, an den jeweiligen Abenden ein ausgeglichenes Programm anzubieten», erzählt der 22-jährige Egi. Schwerpunktabende wie letztes Jahr, als es mit den Beginner und Talib Kweli an einem Abend die doppelte Ladung Hip-Hop gab, findet man an diesem Open Air nicht mehr. Neu ist auch, dass das Festival bereits am Donnerstag statt am Freitag beginnt. «Es ist die Idee da, das Festival zu vergrössern. Den Donnerstag sehen wir als Experiment.»

Eine weitere Unsicherheit ist das Wetter: Für Donnerstag und Freitag sind Regenfälle vorhergesagt. «Bei uns im Team gilt ein striktes Wetter-App-Verbot», sagt Egi und lacht. Doch für den Fall der Fälle sei man natürlich vorbereitet.

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