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Tod durch SexdrogePoppers geschluckt statt inhaliert

Drama in französischer Diskothek: Eine 21-jährige Genferin stirbt, weil sie während einer Party Poppers geschluckt anstatt eingeatmet hat. Ihr Onkel fordert nun präventive Massnahmen.

von
Jacqueline Favez/Simona Marty

Die 21-jährige Genferin wollte sich am letzten Freitag mit ihrer Nichte und ein paar Freunden im französischen Club Macumba amüsieren. Doch der Disco-Besuch nahe der Schweizer Grenze endete für die junge Frau tödlich: Im Club wird ihr «Jungle Juice»-Poppers angeboten. Poppers gilt als Sexdroge, die den absoluten «Kick» für zehn bis fünfzehn ­Minuten verspricht. Auf der Flasche steht, dass die Flüssigkeit auf keinen Fall getrunken werden darf.

Weil die Frau jedoch unerfahren ist, weiss sie nicht, dass sie die Droge inhalieren muss – stattdessen schluckt sie den Inhalt. Mit tödlichen Folgen: Obwohl ihre Freunde sofort handelten und die 21-Jährige auf der Toilette zum Erbrechen bringen wollten, kam jede Hilfe zu spät. Die Frau fiel ins Koma und starb am darauffolgenden Montag im Genfer Kantonss­pital.

Ihr Onkel, der überzeugt ist, dass seine Nichte noch nie mit Drogen experimentiert hat, ist schockiert: «Alles ist so schnell passiert.» Für ihn ist es nun wichtig, dass sich solche dramatischen Ereignisse nicht wiederholen. «Man muss den jungen Leuten sagen, wie gefährlich solche Drogen sind.» Die Genfer Staatsanwaltschaft hat eine Ermittlung eingeleitet.

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