Aktualisiert 03.12.2008 14:21

Pädophilie-Download bei RSR

Porno-Affäre: Radiomann akzeptiert Strafe nicht

Ein Ex-Kadermann des Westschweizer Radios RSR, der pornografische Bilder von Kindern auf seinen Büro-Computer heruntergeladen haben soll, ist zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Er akzeptiert die Strafe nicht. Der Fall kommt deshalb vor Gericht.

Der zuständige Untersuchungsrichter stellte den Strafbefehl für den ehemaligen Kadermann von RSR im November aus. Er bestätigte einen entsprechenden Bericht der Westschweizer Zeitung «24 Heures».

Der ehemalige RSR-Kadermann habe für das Herunterladen von harter Pornografie eine Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 100 Franken erhalten. Zudem muss er die Verfahrenskosten übernehmen. Das Westschweizer Radio hatte ihn per 1. Oktober entlassen.

Laut dem Untersuchungsrichter hatte der Beschuldigte insgesamt 13 pornografische Aufnahmen von minderjährigen Mädchen auf dem Computer an seinem damaligen Arbeitsplatz. Angezeigt hatte ihn ein vom Radio ebenfalls entlassener Informatiker.

Ermittlungen gegen den Informatiker sind nach Angaben des zuständigen kantonalen Untersuchungsrichters noch im Gang. Kritisiert wurde im Zusammenhang mit dem Fall auch die RSR-Leitung. Stein des Anstosses waren das Krisenmanagement und die Kommunikation zu der Affäre.

(sda)

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