Seine Frau half ihm, neue Opfer zu finden : Pornostar soll mehr als zehn Frauen sexuell missbraucht haben
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Seine Frau half ihm, Opfer zu finden Pornostar soll mehr als zehn Frauen sexuell missbraucht haben

Der US-Pornostar Ryan Madison wird beschuldigt, mehrere Frauen sexuell missbraucht zu haben. Seine Frau Kelly soll ihm dabei geholfen haben, weitere Opfer zu finden.

von
Bianca Lüthy
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Pornodarsteller Ryan Madison soll über zehn Frauen missbraucht haben.

Pornodarsteller Ryan Madison soll über zehn Frauen missbraucht haben.

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Seine Frau Kelly soll ihm dabei geholfen haben, um das Umfeld «vertrauenswürdiger» für seine Opfer zu machen.

Seine Frau Kelly soll ihm dabei geholfen haben, um das Umfeld «vertrauenswürdiger» für seine Opfer zu machen.

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Die Pornovideos von Ryan Madison haben im Netz über 46 Millionen Klicks.

Die Pornovideos von Ryan Madison haben im Netz über 46 Millionen Klicks.

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Der Pornostar Ryan Madison wird von mindestens zehn Schauspielerinnen beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben. Dabei soll ihm seine Frau Kelly Madison geholfen haben. Der 43-Jährige soll nebst seiner Ehefrau ein Team von Frauen dazu genutzt haben, um bei seinen Opfern «vertrauenswürdiger» zu erscheinen.

Kinsley Karter, ein mutmassliches Opfer des Pornodarstellers, sei erst 21 Jahre alt gewesen, als sie von Madison zum Sex gezwungen worden sei, wie «The Daily Beast» berichtet. «Niemand hat mich vor ihm gewarnt, und ich will nicht, dass das anderen Frauen auch passiert», so Karter. Madison soll die Frauen in ein abgelegenes Haus in Kalifornien bestellt haben, wo er Szenen für seine Filmstudios «Porn Fidelity» und «Teen Fidelity» drehen liess. Das Studio befindet sich zwei Autostunden von Los Angeles entfernt. Die Frauen sind dort komplett von der Aussenwelt isoliert und ihm hilflos ausgeliefert», sagt eine Agentin über Madisons Haus.

Darstellerin Karter erinnert sich noch an ihre schlechte Erfahrung mit Madison: «Als ich mit dem Taxi nach Hause fuhr, weinte ich während der gesamten Fahrt.» Der Sex sei so grob gewesen, dass sie zwei Tage lang geblutet habe.

Jüngstes Opfer war erst 19 Jahre alt

Auch die aus dem Iran stammende Pornodarstellerin Arabelle Raphael sei zu einer Szene gezwungen worden, wo sie ein Bauchtänzerinnenkostüm habe anziehen müssen, wie «Daily Mail» berichtet. Ihr Einverständnis für die Veröffentlichung der Sexszene hatte sie nicht gegeben.

Die Pornovideos von Ryan Madison haben im Netz über 46 Millionen Klicks. Auch Awards hat er bereits gewonnen. In der Szene sei er als «Vergewaltiger» bekannt, wie Lexi Lore sagt. Die Pornodarstellerin sei das erste Mal mit 19 Jahren von Madison missbraucht worden.

«Ich arbeitete erst seit drei Monaten als Pornodarstellerin, als mich Madisons Produktionsfirma buchte», so Lore. Wie Karter beschreibt die 19-Jährige den Sex als «grob» und «traumatisierend». Doch noch mehr schockiert war sie, als sie nach einem mühsamen Filmdreh von Madison gefragt wurde, ob sie nochmals Lust auf Sex mit ihm habe. «Ich sagte nein, aber hörte gar nicht auf mich zu. Stattdessen packte er mich, warf mich auf ein Sofa und hatte Sex mit mir.

«Ich war nur noch Beute»

Auch Jane Wilde war erst 19 Jahre alt, als die Produktionsfirma versuchte, sie zu sexuellen Handlungen mit ihm zu zwingen. «Es hatte ausschliesslich Frauen am Filmset, darum fühlte ich mich gut aufgehoben. Doch dann verliess ich das Set, und alles wurde bedrohlich», erzählt Wilde.

Niemand habe sie gewarnt, dass die Szenen so brutal sein würden, meint die junge Frau. Sie habe sich nie getraut, sich dagegen zu wehren. Madison habe immer eine Haltung gegenüber den Schauspielerinnen gehabt, als würde er sagen wollen: «Ich bezahle dich für diesen Job, also gehörst du mir.»

Auch Darstellerin Monica Sage war erst 19 Jahre alt, als sie ins Studio der Madisons ging. «Zuerst wurden Fotos gemacht, seine Frau und eine Visagistin waren dabei. Es war entspannt und lustig. Aber das änderte sich in der Sekunde, in der wir allein im Studio waren. Sein Blick änderte sich völlig. Plötzlich war ich nur noch Beute.»

Die Corona-Pandemie zwang die Madisons, die Produktion ihrer Filme zu stoppen. Laut einer ehemaligen Darstellerin habe dies vielen Frauen Mut gegeben, sich nun zu äussern. «Die Mädchen hatten immer Angst, keinen Job mehr zu finden, wenn sie über die Situation bei Madison sprachen. Aber jetzt, wo eh nichts läuft, haben sie nichts zu verlieren.»

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