Pornokonsum für Junge verhindern
Aktualisiert

Pornokonsum für Junge verhindern

Nach den Missbrauchsfällen in den letzten Wochen fordert ein Berner EVP-Grossrat, dass die Jugend vor der Pornoindustrie geschützt wird.

Immer mehr und immer jüngere Kinder würden Pornofilme konsumieren, und die Sexsucht sei weit verbreitet – nicht zuletzt wegen neuer Technologien. Auch die 20-Minuten-Leserinnen und -Leser sind der Meinung, dass Jugendliche vor Pornos besser geschützt werden sollten – Patentrezepte haben aber auch sie nicht parat.

Wie soll die Jugend vor Pornografie geschützt werden?

Nicolas Genoud (30) Freiburg

Das ist vor allem die Aufgabe der Eltern. Das Thema soll in der Familie kein Tabu sein. Auch in der Schule sollte darüber gesprochen werden. Ich bin aber dagegen, dass man Repressionsmassnahmen trifft.

Leila Essahbi (22) Neuenegg

Wichtig wäre guter Sexualunterricht in der Schule. Lehrer sollen aber nicht die Schüler-Handys kontrollieren. Dies wäre ein riesiger Aufwand. Zudem finde ich das einen zu grossen Eingriff in die Privatsphäre.

Lukas Iselin (19) Bern

Es ist schwierig: Die Jugendlichen finden immer einen Weg, an Pornos zu kommen. Allfällige Handy-Filter halte ich für völlig unrealistisch. Klar ist: Solche Hardcore-Filme können ein Auslöser für Gewalt sein.

Nicole Mathys (36) Mühleberg

Mit meiner 12-jährigen Tochter habe ich darüber geredet. Aber bei Mädchen sind solche Pornofilme wohl weniger ein Thema. Verbote bringen wahrscheinlich nichts. Aber Lehrer wie Eltern sollten achtsam sein.

Sascha Brunner (21) Thun

Jugendliche sind natürlich neugierig, aber es gibt schon krasse Sachen. Massnahmen sind praktisch nicht möglich, da müssten ja alle Handys überwacht werden. Lehrer könnten das Thema im Unterricht anschneiden.

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