Pornovideos mit Tieren an 11-Jährigen gesendet
Aktualisiert

Pornovideos mit Tieren an 11-Jährigen gesendet

Ein 31-jähriger Mann hat einem 11-Jährigen verbotene Pornografie aufs Handy geschickt. Er wurde deshalb zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

«Der Mann speicherte auf seinem Handy verbotenerweise zwei Videofilme, die sexuelle Handlungen mit Tieren zeigen», sagt Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Strafuntersuchungsbehörden des Kantons Luzern. Die beiden Filme aus dem Internet sandte der 31-Jährige im Frühsommer via Handy an einen 11-jährigen, entfernt verwandten Knaben. «Dieser hat die Filme dann auf dem Pausenplatz seinen Mitschülern gezeigt», so Kopp. Der Mann sei sich des strafbaren Handelns nicht bewusst gewesen. Kopp: «Er sagte, viele Leute hätten solche Filme auf dem Handy.»

Das Amtsstatthalteramt Luzern hat nun den Mann aus dem ehemaligen Serbien-Montenegro, der im Kanton Luzern wohnt, zu einer Woche Gefängnis bedingt und 800 Franken Busse verurteilt. Gegen den Knaben sprach die Jugendanwaltschaft eine Verwarnung aus.

Die vorliegende Tat bezeichnet Kopp als Einzelfall. Er rechnet aber künftig mit einer Häufung solcher Pornodelikte. Kopp begründet: «Immer mehr Handys sind videofähig.»

(mfe)

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