Porsche gewährt einen Blick ins Innere ihres Renndienst-Vans
Der Porsche Renndienst bietet Platz für sechs Insassen.

Der Porsche Renndienst bietet Platz für sechs Insassen.

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Elektro-VanPorsche gewährt Einblicke ins Innere ihres Geheimprojekts

Eigentlich war das «Vision Renndienst Concept» nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Vergangenes Jahr wurde es dann doch gezeigt, allerdings nur von aussen. Nun gibt es Einblicke ins Innere.

von
Dave Schneider

Im November 2020 präsentierte Porsche 15 bis dahin unbekannte Studien, die zwischen 2005 und 2019 von der Designabteilung entwickelt wurden. Unter den Geheimprojekten befand sich auch der futuristische Elektro-Van «Vision Renndienst Concept», der bereits 2018 im 1:1-Format als Hartmodell aufgebaut wurde. Nun endlich gewährt Porsche auch Einblicke in das Innenleben der für die Marke sehr ungewöhnlichen Zukunftsvision.

In den Innenraum gelangt man über eine breite Doppelschiebetür auf der rechten Fahrzeugseite mit zwei jeweils nach links und rechts schwingenden Türelementen. Die grosszügige Öffnung wird nicht von einer B-Säule unterbrochen, was den Einstieg zu den drei Sitzreihen erleichtert. Vorne gibt es einen zentral positionierten Einzelsitz für den Fahrer. Sein Cockpit bietet ein typisches Porsche-Lenkrad, dahinter gibt es ein grosses Display, welches allerdings Rundinstrumente im klassischen Analog-Look anzeigt. Der Van ist mit virtuellen Rückspiegeln ausgestattet, deren Kamerabilder grosse Displays links und rechts vom Lenkrad zeigen.

Das Cockpit im Elektro-Van könnte aus einem Science-Fiction-Raumschiff stammen – nur das typische Lenkrad verrät den Hersteller. 

Das Cockpit im Elektro-Van könnte aus einem Science-Fiction-Raumschiff stammen – nur das typische Lenkrad verrät den Hersteller.

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Der ungewöhnliche Innenraum des Porsche «Vision Renndienst Concept» bietet drei Sitzreihen.

Der ungewöhnliche Innenraum des Porsche «Vision Renndienst Concept» bietet drei Sitzreihen.

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Die zweite Sitzreihe bietet zwei einzelne Sportsitze, in der dritten Reihe gibt es eine durchgehende Sitzbank.

Die zweite Sitzreihe bietet zwei einzelne Sportsitze, in der dritten Reihe gibt es eine durchgehende Sitzbank.

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Schwebende Kopfstützen

Der Fahrersitz ist um 180 Grad drehbar. Direkt dahinter befinden sich zwei einzelne Sportsitze sowie in Reihe drei eine durchgehende Rückbank. Letztere bietet als Besonderheit «schwebend» angebrachte Kopfstützen, was die Sicht nach hinten verbessern soll. Die Lehne der Rückbank schmiegt sich weit in die Linke Fahrzeugflanke, was den Cocooning-Effekt aufgrund fehlender Seitenfenster auf der rechten Seite verstärkt. Dort, wo sich normalerweise Seitenfenster befinden, haben die Porsche-Designer Touchscreens angedacht, auf denen man zum Beispiel im Netz surfen kann.

Denkmuster hinterfragen

Trotz der nun gewährten Inneneinblicke handelt es sich beim Renndienst-Van weiterhin nur um eine experimentelle Vision. Doch laut Porsche kann sie dabei helfen, gewohnte Konventionen und Denkmuster zu hinterfragen, um eines Tages vielleicht Porsche neu zu erfinden. Denn so abwegig ein Van von Porsche auch klingt: Genauso abwegig klang damals die Idee eines Porsche-SUV. Doch ohne diese Idee hätte Porsche kaum überlebt, und heute verdienen Cayenne und Macan die Brötchen für den Stuttgarter Sportwagenhersteller.

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