Portugals Ricardo Held im Krimi von Lissabon
Aktualisiert

Portugals Ricardo Held im Krimi von Lissabon

In einem grossartigen EM-Viertelfinal setzt sich Portugal gegen England im Penaltykrimi mit 6:5 durch. Nach 120 Minuten hiess es 2:2.

Es war im mit 65 000 Fans ausverkauften Lissaboner Stadion da Luz ein Fussball-Abend erster Güte. Eine temporeiche, attraktive, spannende, mit vielen Torszenen gespickte Partie, ausgetragen in einer prickelnden Atmosphäre. Und Ref Meier gelang eine gute Leistung. Sein Entscheid, Campbells Kopfgoal nicht zu anerkennen, war korrekt (90.). Terry hatte dabei Goalie Ricardo behindert. Auf der Insel wird man das freilich anders sehen.

Lange Zeit hielten die Engländer, die Jungstar Rooney früh verloren (Bänderverletzung), dem portugiesischen Druck stand. Sie verteidigten die Führung nach Owens kunstvollem Treffer nach 2:27 Minuten mit Geschick und profitierten von der mangelnden Effizienz der Gastgeber im Abschluss. Ein Wechsel von Trainer Scolari sorgte zuerst für Kopfschütteln, später für Jubel auf den Rängen: Der für «Landesvater» Figo eingewechselte Helder Postiga köpfte auf Flanke von Ronaldo zum 1:1 ein (83.).

Der Rest verkam endgültig zum Drama: Zuerst schoss Joker Rui Costa das 2:1 (110.), fünf Minuten später glich Lampard zum 2:2 aus. Im Penaltyschiessen behielten die Portugiesen die besseren Nerven. Vassell traf nicht, wie Beckham – aber Ricardo.

(fal)

Portugal - England 2:2 6:5 n.E.

Da Luz, Lissabon. - 65 000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Meier (Sz).

Tore: 3. Owen 0:1. 83. Helder Postiga 1:1. 110. Rui Costa 2:1. 115. Lampard 2:2. - Penaltyschiessen: Beckham verschiesst, 0:0; Deco 1:0. Owen 1:1; Simão 2:1. Lampard 2:2; Rui Costa verschiesst, 2:2. Terry 2:3; Cristiano Ronaldo 3:3. Hargreaves 3:4; Maniche 4:4. Cole 4:5; Helder Postiga 5:5. Vassell 5:5 (Ricardo hält); Ricardo 6:5.

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