Eitel Sonnenschein: Positive Euro-Bilanz
Aktualisiert

Eitel SonnenscheinPositive Euro-Bilanz

Für die Host City Basel haben sich die Erwartungen an die Euro 08 weitgehend
erfüllt. Einziger Fleck
im Reinheft ist das
9. Stadion in Bubendorf

von
Lukas Hausendorf

Nachdem die Spieltage für Basel gezählt sind, zogen die Verantwortlichen der Host City Basel gestern eine erste Euro-Bilanz. «Nach einer frostigen ersten Halbzeit hatte man in der zweiten mehr Glück», fasst der Euro-Delegierte Hanspeter Weisshaupt zusammen. In den Fanzonen konnten die Erwartungen nicht zuletzt dank den Holländern und den Deutschen erfüllt werden. Auch aus allen anderen Bereichen des Euro-Lenkungsausschusses waren nur positive Meldungen zu vernehmen.

Sicherheitsdirektor Hans Peter Gass hatte keine grös­seren Vorkommnisse zu melden. Auch das Ressort Verkehr glänzte mit guten Zahlen. Rund 80 Prozent der Gäste reisten mit dem öffentlichen Verkehr an, was den Bahnhof SBB laut der Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro zuweilen an seine Kapazitätsgrenze brachte. Eine finanzielle Bilanz der Euro für die beiden Halbkantone wurde erst auf Ende Jahr in Aussicht gestellt.

Den einzigen Makel in der Bilanz hatte der Baselbieter Sportdirektor Urs Wüthrich zu beklagen. Das 9. Stadion floppte zwar besucherzahlenmässig, dennoch lobte er es als Paradebeispiel einer Private-Public-Partnerschaft. Das Defizit werden sich die Messe Schweiz und der Baselbieter Lotteriefonds teilen.

Die Euro in Basel in Zahlen

989 600 Besucher wurden seit dem Eröffnungsspiel in den Fanzonen, der Innenstadt und dem Stadion registriert. Bis zu 12 000 Personen pro Stunde transportierte das Stadion-Shuttle an Spiel­tagen. Die Rettungskräfte hatten bislang 1870 Patienten zu behandeln, wovon 124 ins Spital und 54 zur Ausnüchterung mussten. 183 Personen wurden im Fangefängnis Schällemätteli bis dato arrestiert. 5000 Journalisten haben sich im Basler Joggeli akkreditiert.

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