Fanarbeit: Positives Fazit trotz politischem Gegenwind
Aktualisiert

FanarbeitPositives Fazit trotz politischem Gegenwind

Nach drei Monaten FCSG-Fanarbeit eröffnet das Fanlokal in der Stadt: Es ist Bar, Treff-punkt und Büro in einem.

von
Urs-Peter Zwingli
Fanarbeiter Alex Hasler (l.) und Betreiber Michael Blatter.

Fanarbeiter Alex Hasler (l.) und Betreiber Michael Blatter.

Heute eröffnet an der Lämmlisbrunnenstrasse das Lokal der Fans des FC St. Gallen: Jeweils donnerstags und freitags sowie samstags vor Heimspielen ist Barbetrieb. «Die Bar ist für alle offen», sagt Michael Blatter von der Betreibergenossenschaft. In der Bar wird auf den Kult um den Verein gesetzt: Die Betreiber suchen momentan noch Stühle aus dem ehemaligen Stadion Espenmoos.

Konfliktpotenzial auffangen

Neben den Barräumen sind die Büros der Fanarbeiter Alex Hasler (50) und Thomas Weber (28). Die beiden Sozialarbeiter sind seit gut hundert Tagen in St. Gallen tätig. Sie sollen Konflikte zwischen Fans, Sicherheitskräften und dem FCSG verhindern – eine Aufgabe im Gegenwind der Politik: Am Dienstag stimmte der Kantonsrat einer Verschärfung des «Hooligan-Konkordats» zu.

Vorbildliche Fans an Heimspielen

Trotzdem ziehen die Fanarbeiter ein positives erstes ­Fazit: «Wir konnten zu allen Playern Vertrauen aufbauen», sagt Hasler. Das Verhältnis zwischen Fans und Verein sei aber «angespannt». Kritik werde an den Stehplatzpreisen und der «rigorosen Stadionordnung» geübt. Der FCSG-Sicherheitsverantwortliche Andy Mestka will die Fanarbeit nicht bewerten: «Dafür ist es noch zu früh.» Jedoch habe sich die Fanszene in den letzten Monaten bei Heimspielen «vorbildlich» verhalten. Mestka: «Die Fanarbeit hat sicher ihren Teil dazu beigetragen.»

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