Posse um Zürcher Christbaum
Aktualisiert

Posse um Zürcher Christbaum

Die Stadt Zürich repariert den dreimal zerstörten Weihnachtsbaum auf der Bellevuewiese nicht mehr. Die Ladenbesitzer rund ums Bellevue aber haben beschlossen, dass der Baum leuchten soll. Um jeden Preis.

Dreimal dieses Jahr haben Vandalen die Lichterketten am Weihnachtsbaum auf dem Zürcher Sechseläutenplatz gekappt. Zweimal hat Grün Stadt Zürich die Leitungen durch eine Elektrofirma ersetzen lassen. Für jeweils 3000 Franken. Nun ist bei der Stadt Schluss: «Wir sind ausgeschossen», sagt Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich.

Erst gerade loslegen will Rudolf Andres, Besitzer der Stadelhofen Apotheke und Präsident der Vereinigung Bellevue Stadelhofen. «Wir gehen davon aus, dass es immer der gleiche Täter ist und wir werden uns nicht unterkriegen lassen», sagt Andres. Er hat die städtischen Dienste via «NZZ» und «Zürichsee-Zeitung» kritisiert. Er fände es schwach, wenn man den Vandalen das Feld überlasse. Oder vielmehr dem Vandalen: Andres geht von einem Einzeltäter aus.

«Ich habe gestern Nachmittag veranlasst, dass dieser Baum innert 24 Stunden wieder leuchtet. Das es bereits gestern Abend wieder soweit war, ist auf die speditive Arbeit der Elektrofirma zurückzuführen», sagt Andres.

Die Kosten für die neuerliche Instandsetzung der Weihnachtsbeleuchtung übernimmt die Vereinigung Bellevue Stadelhofen. «Die Leute mögen diesen Baum. Nur weil ein Einzelner etwas gegen ihn hat, können wir ihn nicht einfach dunkel lassen», sagt Andres.

Wieviele Male die Ladenbesitzer sich das Instandsetzen der Beleuchtung leisten wollen, spezifiziert Andres nicht: «Wir halten diesen Baum beleuchtet, koste es, was es wolle. Aber die Beleuchtung hängt jetzt ein wenig höher. Man kommt nicht mehr so einfach ran.»

Maurice Thiriet

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