Rekord – Post erhielt fast 36’000 Wichtelbriefe von Kindern aus der Schweiz
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RekordPost erhielt fast 36’000 Wichtelbriefe von Kindern aus der Schweiz

Zeichnungen, Wunschlisten, Gedichte, Basteleien und «berührende Worte» über die Pandemie – das stand in den Briefen, die Kinder vor Weihnachten an das Christkind schickten.

von
Marcel Urech
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Diese Briefe haben Kinder vor Weihnachten an das Christkind versendet.

Diese Briefe haben Kinder vor Weihnachten an das Christkind versendet.

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Zwischen Ende November und Weihnachten sind bei der Post 35’903 solche Briefe von Kindern aus der Schweiz eingetroffen – ein neuer Rekord.

Zwischen Ende November und Weihnachten sind bei der Post 35’903 solche Briefe von Kindern aus der Schweiz eingetroffen – ein neuer Rekord.

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Seit 1950 zeichnet die Post Briefe ans Christkind nicht mehr mit dem Vermerk «Empfänger unbekannt» und versucht stattdessen, die Absender ausfindig zu machen und ihnen ein «kleines Geschenk» zu schicken. 

Seit 1950 zeichnet die Post Briefe ans Christkind nicht mehr mit dem Vermerk «Empfänger unbekannt» und versucht stattdessen, die Absender ausfindig zu machen und ihnen ein «kleines Geschenk» zu schicken.

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Darum gehts

  • Die Post hat dieses Jahr so viele Wichtelbriefe wie noch nie erhalten.

  • Das Unternehmen konnte über 90 Prozent der Briefe beantworten.

  • Die meisten der Briefe kamen aus der Westschweiz und waren in Französisch verfasst.

Zwischen Ende November und Weihnachten sind bei der Post 35’903 Briefe von Kindern aus der Schweiz eingetroffen – ein neuer Rekord. Man habe «alles daran gesetzt», dass die Briefeschreiberinnen und Briefeschreiber bis Weihnachten eine Antwort erhielten, so die Post.

Sie bezieht sich damit auf ihre Weihnachtswichtel-Aktion: Seit 1950 zeichnet die Post Briefe ans Christkind, an den Babbo Natale oder an den Père Noël nicht mehr mit dem Vermerk «Empfänger unbekannt» und versucht stattdessen, die Absender ausfindig zu machen und den Kindern zu antworten und ihnen ein «kleines Geschenk» zu schicken. Die «Werkstatt» dafür befinde sich in Cadenazzo im Tessin.

«Berührende Worte» und Briefe aus dem Gefängnis

In «den Jahren um 1950» habe die Post rund 450 solche Briefe gezählt, nun seien es fast 36’000 und rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Doch welchen Inhalt hatten die Briefe? Zeichnungen, Wunschlisten, Gedichte, Geschenke, Basteleien und «auch dieses Jahr wiederum kistenweise Nuggis», schreibt die Post in einer Mitteilung. Einige Kinder hätten auch «berührende Worte» über die Pandemie geschrieben.

So viele Wichtelbriefe erhielt die Post in den letzten Jahren, aufgeteilt nach Sprachen.

So viele Wichtelbriefe erhielt die Post in den letzten Jahren, aufgeteilt nach Sprachen.

Screenshot von Post-medien.ch

Zu den Briefeschreiberinnen und Briefeschreibern zählen laut der Post auch zahlreiche erwachsene Menschen. Viele davon hätten die Postwichtel «emotional berührt», zum Beispiel dann, wenn sich die Absenderin oder der Absender sehr einsam fühle. Oder wenn die Absenderin oder der Absender aus einem Gefängnis schreibe und das Christkind um ein paar alltägliche Kleinigkeiten bitte. Kleinigkeiten, die für Menschen in Freiheit selbstverständlich seien.

Grossteil der Briefe aus der Westschweiz

Im Einsatz gewesen seien «acht Postwichtel» in Cadenazzo. Sie hätten 32’542 der Briefe beantwortet. Knapp neun Prozent der Schreiberlinge habe man allerdings nicht ausfindig machen können, da die Briefe «keinerlei Hinweise» auf den Absender oder die Absenderin enthielten, schreibt die Post weiter.

Laut der Post stammen die meisten der Briefe «seit jeher» aus der Westschweiz. 2021 seien es 60 Prozent gewesen. In der Westschweiz hätten die Briefe an den Père Noël, die meist Wunschlisten und gute Vorsätze enthalten, eine lange Tradition. 19 Prozent der Briefe seien aus der Deutschschweiz gewesen, 15 Prozent aus dem Tessin. Sechs Prozent der Briefe waren gemäss der Post auf Englisch verfasst.

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