Lohnrunde: Post erhöht Mindestlohn um 250 Franken
Aktualisiert

LohnrundePost erhöht Mindestlohn um 250 Franken

34'000 Postangestellte, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstehen, erhalten eine einmalige Zahlung von 700 Franken. Der Mindestlohn steigt auf über 4000 Franken.

Für die individuelle leistungsbezogene Honorierung der Postangestellten werden 0,8 Prozent der Lohnsumme eingesetzt.

Für die individuelle leistungsbezogene Honorierung der Postangestellten werden 0,8 Prozent der Lohnsumme eingesetzt.

Die Delegationen der Sozialpartner bei der Post und der Postfinance haben sich für 2013 auf eine Erhöhung des Mindestlohnes für die GAV-Angestellten geeinigt. Eine generelle Lohnerhöhung bleibt hingegen aus. Für die individuelle leistungsbezogene Honorierung werden 0,8 Prozent der Lohnsumme eingesetzt.

Alle Mitarbeitenden, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstehen, erhalten eine einmalige Zahlung von 700 Franken, wie die Post, die Gewerkschaft Syndicom und der Personalverband Transfair am Donnerstag mitteilten. Der Mindestlohn wurde um knapp 3000 Franken auf 50'000 Franken erhöht.

Zuschüsse für Kinderbetreuung

Verbesserungen konnten die Gewerkschaften für Mitarbeitende mit Kindern durchsetzen: Neu werden Zuschüsse für die familienexterne Kinderbetreuung für Kinder bis zehn Jahre gezahlt; bisher galten diese nur für Kinder bis vier Jahre.

Die stärkere Unterstützung der familienexternen Kinderbetreuung und die Erhöhung des Mindestlohnes gaben den Ausschlag, dass die Verhandlungsdelegationen der Gewerkschaften die ausbleibende generelle Lohnerhöhung akzeptierten, wie Fritz Gurtner, Leiter Sektor Logistik bei Syndicom, auf Anfrage sagte.

«Bereits früher viel herausgeholt»

«Wir haben in den letzten Jahren viel herausgeholt», sagte Gurtner. Deshalb sei es nun schwierig gewesen, eine weitere Lohnerhöhung durchzusetzen. Er verwies zudem auf die anhaltende Negativteuerung.

Die Entscheidgremien der Post und der Gewerkschaften müssen das Ergebnis der Verhandlungen noch gutheissen. Dem GAV der Post und der Postfinance unterstehen rund 34'000 Mitarbeitende.

Für das Personal der Tochtergesellschaften Postauto, Infrapost (Gebäudeunterhalt) und Securepost dauern die Lohnverhandlungen an. (sda)

Keine generelle Lohnerhöhung für SBB-Mitarbeiter

Wie schon im laufenden Jahr erhalten die SBB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter auch im Jahr 2014 keine generelle Lohnerhöhung.

Für individuelle Erhöhungen stellt die Bahn aber 0,9 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im laufenden Jahr.

Mit weiteren 0,45 der Lohnsumme sollen gemäss einer Mitteilung der SBB vom Donnerstag überdurchschnittliche Leistungen honoriert werden. Angesichts der negativen Teuerung und der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage sei dies angemessen, wird SBB-Personalchef Markus Jordi zitiert. Dass die SBB auf eine generelle Lohnerhöhung verzichte, sei Ausdruck eines umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgangs mit den finanziellen Ressourcen.

Die Personalverbände und Gewerkschaften transfair, SEV, VSLF und KVöV sind mit dem Ergebnis der Lohnverhandlungen einigermassen zufrieden. Anders als in den vergangenen Jahren sei die SBB diesmal bereit gewesen, über das absolute Minimum hinauszugehen. Die Entwicklung der Löhne liegt aber immer noch unter den Erwartungen der Verbände. Sie fordern von der SBB, dass die Laufbahn-Entwicklung des Personals einen höheren Stellenwert erhält. (SDA)

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