Aktualisiert 02.09.2013 10:02

Fertig abschlecken

Post führt SMS-Briefmarke ein

Einjähriger Pilotversuch der Post: Kunden können ihre Briefe per SMS frankieren. Konsumentenschützer ärgert, dass die SMS-Marke 20 Rappen teurer ist als die herkömmliche Briefmarke.

Die Schweizerische Post lanciert die SMS-Briefmarke: Kundinnen und Kunden können mit dem Handy per SMS einen Code anfordern und ihn anstelle einer A-Post-Briefmarke auf dem Couvert notieren. Das Angebot ist mit 1.20 Franken 20 Rappen teurer als die reguläre Briefmarke.

Die Post führt das neue Angebot sofort ein. Nach einem Jahr entscheidet sie, ob sie es definitiv einführt und um weitere Produkte erweitert, wie es in der Mitteilung vom Montag heisst. Zurzeit können die A-Post-Briefmarken bei Swisscom und Sunrise bezogen werden.

Wer eine Marke kaufen will, sendet die Aufforderung «MARKE» an die Nummer 414. Als Antwort erhält die Kundin oder der Kunde einen Code, der oben rechts auf das Couvert notiert werden muss. Die Kosten werden über die Handy-Rechnung oder das Prepaid-Guthaben abgerechnet. Das Angebot funktioniert auch mit der Smartphone-App der Post. Der Code ist während zehn Tagen gültig. Die Internet-Briefmarke hat die Post schon 2006 eingeführt: Briefmarken können online gekauft und ausgedruckt werden.

Kritik vom Konsumentenforum

Das Konsumentenforum (kf) begrüsst grundsätzlich das neue Angebot, wie Geschäftsführer Michel Rudin der Nachrichtenagentur SDA sagte. Es kritisiert allerdings den Preis von 1.20 Franken: Solange die Post bei der Briefpost das Monopol habe, sollten A-Post-Briefe nur 1 Franken kosten, wie Rudin erklärte. Preisüberwacher Stefan Meierhans wollte am Montagmorgen auf Anfrage noch keine Stellung beziehen. (sda)

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