Trotz Millionengewinn: Post könnte bald 600 Briefträger entlassen

Aktualisiert

Trotz MillionengewinnPost könnte bald 600 Briefträger entlassen

Weniger Briefe, weniger Päckli - weniger Pöstler. Die Schweizer Post muss in der Zustellung sparen, weil immer weniger Briefe verschickt werden. Das könnte mehrere hundert Pöstler den Job kosten.

Die Post rea­giert auf den Einbruch bei der Brief- und Paketmenge. Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen, rechnet das Unternehmen ein Szenario durch, das den Verlust von Hunderten von Stellen bedeutet.

Konkret hat das Controlling der Abteilung Postmail die regionalen Verteilchefs angewiesen, Mitarbeiter zu nennen, die weggespart werden könnten. Gemäss Recherchen geht es um 500 bis 600 Briefträger, die im Rahmen dieses Szenarios bis Ende Jahr abgebaut werden sollen.

Im Bereich Briefzustellung beschäftigt die Post 10  000 Personen. Der Abbau entspricht also etwa 5 Prozent der Belegschaft. Die Post wird im 2009 voraussichtlich rund 600 Millionen Franken Gewinn machen, 225 Mio. weniger als im 2008. Das sagte Post-Verwaltungsratspräsident Claude Beglé Anfang Juli.

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