Weniger Strom - Post macht mit smartem Licht Insekten glücklich
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Weniger StromPost macht mit smartem Licht Insekten glücklich

Die Post setzt bei den Logistikzentren auf einen neues Lichtkonzept: Statt Dauerbeleuchtung folgt das Licht Menschen oder Fahrzeugen. Das spart nicht nur Strom, sondern kommt auch der Tier- und Pflanzenwelt zugute.

von
Dominic Benz

So funktioniert das intelligente Licht beim Postzentrum Härkingen.

Post

Darum gehts

  • Die Post hat für ihre Logistikzentren neue Lichtsysteme eingebaut.

  • Im Aussenbereich geht das Licht nur auf volle Leistung, wenn Menschen oder Fahrzeuge vorbeikommen.

  • Die geringere Lichtverschmutzung belastet die Umwelt weniger.

In den Paketzentren der Post arbeiten die Angestellten auch nachts. Da wird viel künstliches Licht benötigt. Aber nicht überall. So ist die Dauerbeleuchtung im Aussenbereich oft überflüssig. Die Post setzt daher auf ein neues intelligentes Lichtkonzept, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt.

Die volle Leistung der Lampen und Scheinwerfer wird nur dann hochgefahren, wenn sie auch wirklich gebraucht wird. Erscheinen Mitarbeiter zu Fuss oder im Auto auf dem Areal, registrieren Wärmebildkameras die Bewegungen. Das Licht geht zonenweise und dynamisch an, ansonsten bleiben die Leuchten gedimmt (siehe Video oben).

Reduzierte Lichtverschmutzung

Mit dem neuen Lichtsystem spart die Post viel Strom ein. Das wiederum belastet die Umwelt weniger und verringert Energie- sowie Wartungskosten. Hinzu kommt, dass das gedimmte Aussenlicht die Lichtverschmutzung reduziert, die vor allem in Städten ein Problem ist.

So viel Strom spart die Post ein

Laut Post bestand die Aussenbeleuchtung der Logistikzentren aus Halogen- und Metalldampfleuchten mit Zeitschaltuhren. Solche sind oft an Strassen oder auf Sportplätzen im Einsatz. Mit der Umrüstung auf rund 270’000 Quadratmetern Fläche verbraucht die Post 1,16 Millionen Kilowattstunden weniger. Das ist etwa so viel Strom, wie 260 Familienhaushalte in der Schweiz pro Jahr im Schnitt verbrauchen. Auch mindert die Post damit ihren CO2-Ausstoss um gut 174 Tonnen. Die Lebenszeit des neuen Beleuchtungssystems ist auf 25 Jahre ausgelegt. Damit hält das System im Schnitt 20 Jahre länger durch als die alte Belichtung.

Denn exzessive Beleuchtungen hellen den Nachthimmel künstlich auf, was das Wachstum der Pflanzen und den Lebensrhythmus von nachtaktiven Tieren durcheinander bringt, schreibt die Post: «Eine einzige Strassenlampe ziehe Insekten aus einem Umkreis von bis zu 700 Metern an. Sie verbrennen in den Lichtquellen oder sterben an Übermüdung.»

Das intelligente Licht setzt die Post bei acht Logistikzentren ein. So in etwa in Härkingen, Zürich-Mülligen oder Eclépens. In den neu eröffneten regionalen Paketzentren in Untervaz und Vétroz wurde das System von Anfang an eingebaut.

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