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Päckliflut zu WeihnachtenPost rechnet mit 1,2 Millionen Sendungen am Tag

Der Onlinehandel boomt in der Corona-Krise. Seit Anfang Oktober steigt die Paketmenge wieder an. In der Paket-Hochsaison um den Black Friday und das Weihnachtsgeschäft rechnet die Post mit Paketrekorden.

von
Barbara Scherer

Dieter Bambauer, Leiter der Logistik erklärt, wie die Post mit der Päckli-Flut umgeht.

Video: S. Ritter/Post

Darum gehts

  • Online-Shopping ist beliebt – infolge der Corona-Pandemie hat sich dieser Effekt noch einmal verstärkt.

  • Die Post plant seit Sommer, wie sie die Paketflut während des Weihnachtsgeschäfts und am Black Friday bewältigen will.

  • Die Situation bleibt jedoch unberechenbar.

Seit der Corona-Krise boomt der Onlinehandel. Für die Post bedeutet das mehr Arbeit. Während des Lockdown sind die Paketzahlen sprunghaft angestiegen. Im April verteilte die Post sogar bis zu 850’000 Pakete pro Tag. Seit Anfang Oktober steigen die Paketmengen nun wieder an.

«Aktuell verzeichnen wir rund 24 Prozent mehr Pakete als im Vorjahr», sagt Dieter Bambauer, Leiter der Post-Logistik, in einer Medienkonferenz am Freitag. Jetzt stehen der Black Friday und die Weihnachtszeit vor der Tür. Für die Post eine Herausforderung.

«Wir rechnen mit 1,2 Millionen Paketen täglich an Spitzentagen», so Bambauer. Das entspreche einer Verdopplung des aktuellen Paketvolumens. Bereits seit Sommer laufen die Planungsarbeiten dafür. Doch die Situation bleibe unberechenbar.

Um dieser Päckliflut gerecht zu werden, hat die Post eine Reihe von Massnahmen getroffen. So sollen die Schichten angepasst werden: «Die Sortiermaschinen in den grossen Logistikzentren können wir bis zu 22 Stunden laufen lassen.»

800 zusätzliche Mitarbeiter

Die Post stellt in dieser Zeit auch an Samstagen alle Pakete zu. Dafür arbeiten die Mitarbeitenden in Sonderschichten. Im Notfall würden sogar einzelne Sonntage zu Arbeitstagen umfunktioniert, erklärt Bambauer. In den Paketzentren arbeiten zusätzlich rund 800 temporäre Mitarbeiter.

Ebenso sind zusätzliche Zustellungen geplant: Bis zu 400 zusätzliche Zustelltouren machen die Pöstler dann schweizweit am Tag. Mit diesen Massnahmen will die Post die bevorstehenden Rekordmengen an Paketen bewältigen.

«Wir stehen zudem in engem Austausch mit unseren Grosskunden», erklärt Bambauer. Gerade am Black Friday sei das wichtig. Denn die Kunden wüssten am besten, welche Mengen wann aufgrund der Rabattaktionen anfallen werden. «Sie teilen uns diese Erwartungen mit, sodass wir uns bestmöglich vorbereiten können.»

Neues Paketzentrum

Am Freitag hat die Post das vierte regionale Paketzentrum in Obervaz, Graubünden, in Betrieb genommen. In den Bau und die Infrastruktur investierte die Post rund 60 Millionen Franken. Per sofort gehen Pakete, die in Graubünden sowie in der Region Sarganserland, Werdenberg und dem Fürstentum Liechtenstein aufgegeben werden, für die Sortierung nicht mehr nach Frauenfeld TG. Dadurch werden Transportwege und -zeiten verkürzt. Im neuen Zentrum werden die Aktivitäten der zwei bisherigen Logistikstandorte in Buchs SG und Landquart zusammengeführt. Die 115 Mitarbeitenden werden am neuen Standort beschäftigt. Zusätzlich hat die Post 40 Mitarbeitende neu eingestellt, sodass die Belegschaft in Untervaz auf 155 Mitarbeitende wächst.

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85 Kommentare
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Der Gelbe Engel

07.11.2020, 03:42

Das Problem ist nur die Post hat mitlerweile selber keine Mitarbeiter mehr zur verfügung da sie viele Coronaausfälle nicht kompensieren können ! Ausserdem bringen sie die nötigen Technischen Voraussetzung nicht hin und das Arbeitszeitgesetzt interessiert leider auch niemand ! 50 Std. Und mehr, Sonntagsarbeiten ect. ist Standart ! Die Post kommuniziert gegen aussen etwas anderes ! Arbeit und Familie hat bei der Post auch kein Stellenwert, hauptsache die Mitarbeiter arbeiten sich für den Provit körperlich kaputt ! 👎

Post Angestellter

06.11.2020, 16:25

Ich arbeite bei der Briefpost wir arbeiten seit August täglich 10 bis 12h und mehr 6 tage die Woche Rekord waren 62h Woche. und das hat nix mit Corona zu tun sondern weil die Touren extrem gross gemacht wurden. Wir haben Angestellte die jeden Tag weinend zurück kommen von der Tour. Es plagt Schlaflosigkeit Appetitlosigkeit Lustlosigkeit usw. Krisensitzung hatten wir auch. auf die frage eines MA ob das momentane Arbeitspensum gesund ist, meinte der BZR Leiter das ist nicht gesund aber wir müssen bis Januar so arbeiten. Die Post predigt immer wie wichtig die Gesundheit der MA ist aber in 6 Wochen 150h Überzeit zu sammeln ist nicht sehr gesund! Die Packet Postboten sind ALLE über 150h im minus! Alles Fakten! Währe echt spannend wen die Geschichte als Titel Story kommen würde. ob die Konzernleitung dann einschreitet? Fast täglich gegen das Arbeitsgesetz zu verstossen von einem Staatsbetrieb ist echt fragwürdig! Währe echt spannend. Briefzustellregion Wädenswil falls es jemand interessiert!

Pösteler

06.11.2020, 16:00

Wir sind da und wir schaffen auch die zweiten Welle sowie die Erste. Ob früh morgens oder später die Post kommt definitiv an. Wenn es am morgen nicht klappt dann halt später, sehe da kein Problem. Geduld bringt Pakete 😉 & keine Rosen