Post: Stellenabbau ohne Entlassungen
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Post: Stellenabbau ohne Entlassungen

Der radikale Umbau des Poststellennetzes in der Schweiz könnte laut Post-Konzernchef Ulrich Gygi ohne Entlassungen erfolgen.

«Ich halte dies für möglich», sagte Gygi am Mittwoch anlässlich eines Weihnachts-Apéros der Post in Bern.

Am Dienstag hat die Post lange und intensiv mit den Gewerkschaften über einen sozial abgefederten Umbau des Poststellennetzes verhandelt. Die Gespräche gehen weiter. Ein Durchbruch zeichnet sich derzeit noch nicht ab.

Die Post sei optimistisch, gemeinsam mit den Gewerkschaften einen positiven Abschluss erzielen zu können, sagte Daniel Mollet, Leiter Unternehmenkommunikation der Post. Das Ziel der Post sei es, die Verhandlungen bis Ende März 2007 abzuschliessen.

Verhärtete Fronten

«Die Diskussionen sind nicht einfach. Es gibt nach wie vor harte Fronten», sagte Giorgio Pardini, Zentralsekretär der Gewerkschaft Kommunikation. Das Ziel beider Seiten bleibe es, tragfähige Lösungen für ein sich rasch wandelndes Post-Umfeld zu finden.

Die Gewerkschaften wollen ihren Delegierten am Sonntag erste Zwischenergebnisse der Verhandlungen präsentieren. Danach werde entschieden, ob die Demonstrationen am Montag jeder Woche fortgesetzt werden. «Alle Optionen sind offen», sagte Pardini.

Abbau von bis zu 500 Stellen

Die Post hatte Ende Oktober im Rahmen des Projektes «Ymago» einen radikalen Umbau des Poststellennetzes angekündigt. In den nächsten zwei Jahren sollen bis zu 500 Stellen abgebaut werden. Betroffen ist vor allem das Schalterpersonal.

Die Gewerkschaften fordern, dass die Post für die nächsten vier bis fünf Jahre eine Beschäftigungsgarantie abgibt. Es dürften keine Stellen abgebaut, keine Löhne gekürzt und keine Kündigungen ausgesprochen werden. Bereits dreimal hat die Post jeweils am Montag in zahlreichen Städten für ihre Anliegen demonstriert.

(sda)

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