Post und Mobility CarSharing teilen sich ihre Autos
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Post und Mobility CarSharing teilen sich ihre Autos

Mobility-Kunden sollen auch Zustellwagen der Post benützen können, umgekehrt werden beispielsweise Postmitarbeiter mit Mobility-Fahrzeugen auf Geschäftsreisen geschickt.

Die Post und die Genossenschaft Mobility CarSharing haben eine strategische Kooperation unterzeichnet, mit der sie die Nutzung ihrer jeweiligen Fahrzeugflotten optimieren wollen. Konkret wird die Post einen Teil ihrer Fahrzeuge, die nicht zu 100 Prozent ausgelastet sind, in das CarSharing-System von Mobility einbringen. Begonnen wird mit einigen wenigen Autos, längerfristig sieht die Post diese Möglichkeit bei rund 500 bis 600 Fahrzeugen. Diese Einbindung macht es möglich, dass ein- und dasselbe Fahrzeug tagsüber von der Post zur Briefzustellung und abends dann von Mobility-Kunden zum Einkauf oder für den Ausgang genutzt werden kann, wie Giatgen-Peder Fontana, der Verwaltungsratspräsident von Mobility CarSharing, am Mittwoch vor den Medien sagte. Die gemeinsamen Fahrzeuge werden aber nicht im Gelb der Post lackiert sein. Vielmehr ist geplant, sie im Rahmen der normalen Flottenerneuerung der Post in silberner Farbe zu beschaffen.

Umgekehrt kann die Post in Ergänzung zum eigenen Fahrzeug-Pool auch für ihre Bedürfnisse Fahrzeuge der Mobility benützen. Im Vordergrund steht die Benützung auf Geschäftsreisen von Postmitarbeitern. Dass die Post in einem roten Mobility-Auto ausgetragen wird, ist zwar nicht gänzlich unmöglich, aber doch unwahrscheinlich, wie Post-Kommunikationschef Daniel Mollet sagte. Die Zusammenarbeit sieht überdies vor, dass die Post das Management eines ersten Teils der Fahrzeugflotte von Mobility übernimmt. Stellen sollen deswegen bei der CarSharing-Genossenschaft nicht verloren gehen.

Beide Partner erhoffen sich von der Zusammenarbeit Synergien, die sie jedoch noch nicht beziffern konnten. Mobility CarSharing könne dadurch ihr Angebot auf mehr Autos an mehr Standorten ausdehnen und werde noch effizienter und günstiger, sagte Fontana. Falls die Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt werde, könnten auch die Preise für die Benützung gesenkt werden. Die Posttochter Mobility Solutions kann dadurch ihr Angebot auf die stundenweise Autovermietung ausbauen. Die Zusammenarbeit ist laut Post-Konzernleitungsmitglied Michael Kunz überdies ausbaufähig.

Die Genossenschaft Mobility CarSharing ist derzeit mit 1.750 Fahrzeugen an 1.000 Standorten in der Schweiz der weltweit grösste Anbieter von Car-Sharing. Die Posttochter Mobility Solutions AG ihrerseits ist aus dem Bereich Flottenmanagement der Post entstanden und betreut die rund 20.000 Fahrzeuge im Besitz der Post. (dapd)

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