Schlamperei: Post «verhühnert» 13 700 Briefe
Aktualisiert

SchlampereiPost «verhühnert» 13 700 Briefe

In einem Schweizer Briefzentrum ist eine Sendung von 13 700 Briefen mit Einladungen während zwei Wochen liegen geblieben. Dumm: Absender der Sendung war Brigadier Willy Siegenthaler, Chef der Führungsunterstützungsbrigade 41. Dieser wollte Soldaten einladen. Doch es kam niemand - eigentlich logisch.

Siegenthaler wollte rund 13 700 Truppenmitglieder zur Comm'08, einer militärischen Leistungsschau der Armee, einladen. Diese Ausstellung fand zwischen dem 10. und 14. September auf dem Waffenplatz Frauenfeld statt.

Doch statt innerhalb von sechs Tagen weitergeleitet zu werden, blieben die als Massensendung aufgegebenen Briefe im B4-Format während rund 14 Tagen liegen. Zugestellt wurden sie erst einen Tag nach dem Ende der Comm'08. Post-Sprecher Richard Pfister bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung».

Als Grund für die Panne gibt die Post eine Überlastung einer Abteilung im betroffenen Briefzentrum durch mehrere Grossaufträge an. Dies habe zu personellen Engpässen geführt, ohne dass Verstärkung beigezogen wurde. Die Post habe bereits Massnahmen getroffen, die eine Wiederholung dieses Fehlers verhindern sollen.

Pfister weist darauf hin, dass die 13 700 Briefe nur gerade ein Promille der täglich 15 Millionen von der Post verarbeiteten Briefsendungen ausmachen. Die Post nahm nicht nur den Fehler auf sich, sondern schickte jedem der 13 700 Empfänger drei Tage nach dem verspäteten Eintreffen der Einladung ein Entschuldigungsschreiben.

(sda)

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