Aktualisiert 09.04.2020 16:42

Stress

Post zahlt Mitarbeitern 500 Fr. Corona-Prämie

Als Dankeschön für die besonders harte Arbeit in der Coronavirus-Krise erhalten viele Post-Angestellte eine Prämie. Aber nicht alle.

von
rkn
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Stressige Zeiten für die Angestellten der Schweizerischen Post.

Stressige Zeiten für die Angestellten der Schweizerischen Post.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Das würdigt die Post nun mit einem Bonus für die Mitarbeiter.

Das würdigt die Post nun mit einem Bonus für die Mitarbeiter.

Keystone/Obs/corosol - der Coronavirus so
Mitarbeitende von Postnetz, Postlogistics, Postmail und Immobilien Management Services erhalten laut dem Personalverband Transfair 500 Franken, wenn sie zwischen dem 9. März und 10. April mindestens zehn Tage gearbeitet haben.

Mitarbeitende von Postnetz, Postlogistics, Postmail und Immobilien Management Services erhalten laut dem Personalverband Transfair 500 Franken, wenn sie zwischen dem 9. März und 10. April mindestens zehn Tage gearbeitet haben.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Post-Mitarbeitende stehen derzeit unter besonderem Stress. Das würdigt die Schweizerische Post nun mit einer Coronavirus-Prämie von 500 Franken. Sie wird an Mitarbeitende von Postnetz (Poststellen), Postlogistics (Pakete), Postmail (Briefe) und Immobilien Management Services (Reinigung, Unterhalt) ausbezahlt, wie der Personalverband Transfair mitteilt.

Die Prämie gebe es für die Leistung in dieser ausserordentlichen Situation, erklärt Post-Sprecher Oliver Flüeler auf Anfrage: «Die Mitarbeitenden der Post leisten in der Corona-Krise einen unglaublichen Einsatz, um die postalische Grundversorgung auch in dieser schwierigen Situation zu gewährleisten.»

Mindestens zehn Tage im Einsatz

Bedingung ist, dass man zwischen dem 9. März und dem 10. April mindestens zehn Tage gearbeitet hat. Bei einem Beschäftigungsgrad von unter 50 Prozent gibts 250 Franken. Auch die Lernenden, die im «Fronteinsatz der Grundversorgung» waren, erhalten eine Prämie von 150 Franken.

Transfair begrüsst die Geste, fordert aber auch, dass Postauto und Postfinance nachziehen. Besonderes Augenmerk sei denjenigen zu schenken, die normalerweise etwa bei Postauto arbeiteten und derzeit als Paketboten im Einsatz seien.

Rest der Wirtschaft soll sich ein Vorbild nehmen

Auch bei der Gewerkschaft Syndicom wird der Schritt als «wichtiges Zeichen der Wertschätzung» begrüsst. Kurzfristig solle sich der Rest der Wirtschaft in dieser Sicht ein Vorbild an der Post nehmen.

Nun müsse aber auch eine Aufwertung der Arbeit in der gesamten Logistik folgen. Gerade in Bereichen mit tieferen Löhnen würde derzeit systemrelevante Arbeit geleistet.

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