Postanbieter senkt Arbeitszeit nach Verhandlungen mit Regulator
Aktualisiert

Postanbieter senkt Arbeitszeit nach Verhandlungen mit Regulator

Der Berner Postanbieter WHP Logistik Gmbh reduziert nach Verhandlungen mit der Postregulationsbehörde (PostReg) die Arbeitszeiten seiner Angestellten von 45 auf 44 Stunden.

PostReg poche darauf, dass branchenübliche Arbeitsbedingungen eingehalten werden, teilte die Regulierungsbehörde am Freitag mit.

Die besseren Arbeitsbedingungen für die Angestellten der WHP Logistik Gmbh in Bern werden ab 1. Juli in Kraft treten. Nach den Verhandlungen mit der PostReg senkt die Firma die Arbeitszeit ihrer Angestellten von 45 auf 44 Stunden - ohne Lohnreduktionen. Ein Jahr später werde die Gesamtarbeitszeit dann nochmals um eine Stunde reduziert, teilte PostReg mit. Zudem kämen die Mitarbeiter in den Genuss eines überdurchschnittlichen Ferienmodels.

PostReg setze seit drei Jahren auf eine konsequente Umsetzung des Konzessionssystems um Sozialdumping zu verhindern, heisst es in der Mitteilung. Nur wer branchenübliche Arbeitsbedingungen garantiere, erhalte eine Bewilligung. Diese benötigen Firmen, die Pakete bis zu 20 Kilogramm, Briefe über 100 Gramm im Inland oder sämtliche Briefe ins Ausland befördern und einen Jahresumsatz von mindestens 100 000 Franken erzielen. Die Regulationsbehörde rechnet damit, dass ab 2008 Wochenarbeitszeiten von über 43 Stunden nur noch vereinzelt anzutreffen seien. Auch Mindestlöhne für Vollzeitbeschäftigte unter 42 000 Franken pro Jahr gehörten der Vergangenheit an.

Als erster privater Postanbieter schloss DPD Schweiz 2005 einen Gesamtarbeitsvertrag ab. Bei der TNT Swiss Post AG arbeiten Mitarbeiter in der Administration und Sortierung seit 1. Januar nur noch 43 Stunden anstelle von 45 Stunden zuvor. Die Arbeitszeit der Fahrer wurde bereits im Oktober 2006 von 50 auf 46 Stunden pro Woche gesenkt. Sie soll bis im Juni 2008 schrittweise um weitere zwei Stunden reduziert werden. Mehrere Konzessionäre hoben zudem ihre Mindestlöhne an. Sie befanden sich vorher teilweise auf deutlich unter 40 000 Franken. (dapd)

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