Neuer Verdacht: Postauto soll Wettbewerb im Tessin verzerrt haben
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Neuer VerdachtPostauto soll Wettbewerb im Tessin verzerrt haben

Neue Details zum Postauto-Skandal: Das Unternehmen soll mit Quersubventionen private Konkurrenten ausgestochen haben.

von
kaf
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Die Postauto AG soll den Ortsverkehr im Tessin mit Gewinnen aus dem Regionalverkehr quersubventioniert zu haben: Ein Postauto fährt durch Lugano.

Die Postauto AG soll den Ortsverkehr im Tessin mit Gewinnen aus dem Regionalverkehr quersubventioniert zu haben: Ein Postauto fährt durch Lugano.

Keystone/Martin Ruetschi
Wie dem Untersuchungsbericht zur Postauto-Affäre zu entnehmen ist, flossen in den Jahren 2007 bis 2015 rund 2,3 Millionen Franken Gewinne aus dem subventionierten Tessiner Regionalverkehr in den Ortsverkehr.

Wie dem Untersuchungsbericht zur Postauto-Affäre zu entnehmen ist, flossen in den Jahren 2007 bis 2015 rund 2,3 Millionen Franken Gewinne aus dem subventionierten Tessiner Regionalverkehr in den Ortsverkehr.

Pablo Gianinazzi
Am 11. Juni 2018 wurde ihr Rücktritt bekanntgegeben: Susanne Ruoff, hier anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)

Am 11. Juni 2018 wurde ihr Rücktritt bekanntgegeben: Susanne Ruoff, hier anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)

Keystone/Peter Schneider

Die PostAuto AG steht im Verdacht, den Ortsverkehr im Tessin mit Gewinnen aus dem Regionalverkehr quersubventioniert zu haben. Damit könnte sie den Wettbewerb verzerrt und private Konkurrenten ausgestochen haben.

Wie dem Untersuchungsbericht zur Postauto-Affäre zu entnehmen ist, flossen in den Jahren 2007 bis 2015 rund 2,3 Millionen Franken Gewinne aus dem subventionierten Tessiner Regionalverkehr in den Ortsverkehr.

«Wenn es für diese Buchungen keine stichhaltigen Begründungen gibt, was wir nicht nachprüfen konnten, so wurde wirtschaftlich gesehen der Ortsverkehr der Region Tessin über den Regionalen Personenverkehr subventioniert», steht im Untersuchungsbericht der Anwaltskanzlei Kellerhals Carrard.

Post-Sprecherin Lea Wertheimer bestätigte am Donnerstag gegenüber der SRF-Sendung «Heute-Morgen», dass der Verwaltungsrat der Post den Verdacht beim Bundesamt für Polizei (fedpol) deponiert habe. Das fedpol führt im Auftrag des Bundes ein verwaltungsstrafrechtliches Verfahren in der Affäre. (kaf/sda)

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