Schilder-Chaos: Postautos auf Irrfahrt wegen Lausbubenstreich
Aktualisiert

Schilder-ChaosPostautos auf Irrfahrt wegen Lausbubenstreich

Unbekannte haben im Thurgau ahnungslose Postauto-Chauffeure mit umplatzierten Schildern auf eine falsche Route geschickt. Ein Fahrer musste sogar die Passagiere um Hilfe bitten.

von
nj
Die Chauffeuse eines Postautos verlor am Sonntagabend die Orientierung.

Die Chauffeuse eines Postautos verlor am Sonntagabend die Orientierung.

Nur auf Umwegen erreichten die Fahrgäste von zwei Postautos im Kanton Thurgau am Sonntagabend und am Montagmorgen ihr Ziel. Bei der ersten Irrfahrt hatte die Lenkerin des Fahrzeugs bei einer Baustelle mit Umleitung zwischen den Gemeinden Aadorf und Häuslenen die Orientierung verloren. «Auf einmal fuhren wir anstatt nach Wittenwil nach Häuslenen», schreibt ein Leser-Reporter, der an Bord des fehlgeleiteten Postautos war.

Die Chauffeuse arbeitet schon seit Jahren für die Postauto Schweiz AG. Dennoch fand sie nicht mehr zurück auf die Route. Schliesslich kam die Hilfe aus der Zentrale. «Unser Betriebspikett lenkte die Fahrerin nach Frauenfeld», sagt Rimle. Mit einer Verspätung von rund fünf Minuten kam das Postauto schliesslich dort an.

Vorerst keine Konsequenzen für Lausbuben

Ein zweiter Chauffeur verirrte sich an derselben Stelle am frühen Montagmorgen und konnte sich ebenfalls nicht mehr orientieren. Laut eines Zeugen verzichtete der Postautofahrer aber offenbar auf Infos per Funk und fragte kurzerhand die anwesenden Fahrgäste nach dem Weg. «So kamen wir dann mit einer Verspätung von etwa zehn Minuten doch noch ans Ziel», so der Fahrgast.

Nach dem zweiten Vorfall überprüften die Verantwortlichen der Postauto Schweiz AG am Montagmorgen die Baustelle und die Signalisation. «Dabei merkten sie, dass die Schilder, die extra für die Chauffeure aufgestellt worden waren, nicht mehr korrekt standen», sagt Postauto-Sprecher Simon Rimle. «Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen Lausbubenstreich handelt.» Anzeige wird vorerst nicht eingereicht. «Wenn es wiederholt passieren sollte, müssten wir uns über allfällige Massnahmen aber schon Gedanken machen.»

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