Aktualisiert 30.06.2009 12:39

Hochhaus im WankdorfPostFinance baut neuen Hauptsitz in Bern

PostFinance baut im Berner Wankdorf für rund 80 Mio. Franken einen neuen Hauptsitz. Der Finanzdienstleister der Post will das 13-stöckige «Hochhaus mit grosser Signalwirkung» spätestens Anfang 2013 beziehen.

Der neue Hauptsitz in unmittelbarer Nähe der PostFinance Arena, des Eisstadions, wird 55 Meter hoch und bietet Platz für rund 1'400 Angestellte, wie PostFinance-Chef Jürg Bucher am Dienstag vor den Medien sagte. «Es ist ein Symbol für den Aufschwung unserer Unternehmung.»

Der Finanzdienstleister will den Grossteil seiner 1800 Angestellten, die heute in Bern an fünf Standorten tätig sind, am neuen Hauptsitz vereinen. Lediglich an der Engehalde verbleibt ein Rechen- und Verarbeitungszentrum.

»Damit entsteht im Berner Nordquartier ein gutes Gegengewicht zum Finanzplatz Zürich», sagte Bucher weiter. Der Baubeginn ist für den Sommer nächsten Jahres vorgesehen.

Zuschlag für Berner Projekt

Ein 15-köpfiges Preisgericht hat das Projekt «Igor» aus 14 Bewerbungen von Architekturbüros aus Bern, Zürich, Basel und der Westschweiz einstimmig ausgewählt.

Das Berner Projekt «Igor» von «Büro B Architekten und Planer AG und Overhage & Roggo Architekten» setzt das vorgegebene Raumkonzept konsequent um, wie Martin Kull von der Baufirma HRS Real Estate AG sagte. HRS hat den Projektwettbewerb im ersten Halbjahr 2009 durchgeführt.

Die Jury schätzte am Siegerprojekt die «städteräumlich präzise Setzung von Sockel und Hochhaus» und die «schöne Situierung der Konferenzräume». Das Projekt habe die für einen Hauptsitz nötige Kraft und Ausstrahlung.

Das «Büro B» hat sich zuvor mit einem Fakultätsgebäude der Universität Freiburg oder dem Bildungsgebäude der Feusi im Wankdorf einen Namen gemacht. Es konnte zudem einen Architekturauftrag für die Fachhochschule Markthalle Nordwestschweiz in Brugg-Windisch ergattern.

Willkommener Steuerzahler

Freude am Bauvorhaben der PostFinance auf der Allmend zeigte auch Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Er bezeichnete die Investition als Bekenntnis zum Standort Bern und Zeichen gegen die Rezession.

Nicht verbergen wollte Tschäppät die Vorfreude über die künftigen Steuereinnahmen, die von PostFinance ab 2011 der Stadt und dem Kanton zufliessen dürften. Dann sollte gemäss einer Botschaft des Bundesrats der Finanzdienstleister der Post in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

«Aufgrund der Gewinnerwartungen können Stadt und Kanton mit Steuereinnahmen von rund 40 Mio. Franken erwarten», sagte PostFinance-Chef Bucher dazu.

(sda)

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