Postfinance kämpft für Banklizenz
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Postfinance kämpft für Banklizenz

Postfinance-Chef Jürg Bucher nutzt die gegenwärtige Kreditkrise, um seine Forderung nach einer Banklizenz zu untermauern: «Es ist doch absurd: Das Geld wird knapper, und uns verbietet man, Kredite zu geben.»

Damit vergebe sich die Schweizer Wirtschaft eine Chance. «Wir haben 44 Milliarden Kundengelder, die könnten wir, risikogerecht versteht sich, in hiesige KMU investieren»‚ sagte Bucher in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

Die Postfinance trage die gleichen Risiken wie andere Banken: Sie müsse die Kundengelder mit Rendite anlegen, sonst könne sie ihren Kunden keine guten Konditionen bieten.

«Da wir hierzulande keine Kredite gewähren dürfen, müssen wir mit unserem Geld ins Ausland»‚ sagte Bucher. Derzeit habe die Postfinance über 20 Milliarden Franken an den internationalen Kapitalmärkten angelegt.

Die Gelder seien konservativ angelegt. Dafür habe man auch noch keinen Abschreiber vornehmen müssen, sagte Bucher. «Wir wählen nur Anlageinstrumente, die wir auch verstehen und die uns einer unserer Portfolio-Manager in weniger als 15 Minuten erklären kann.«

Wie Bucher weiter ausführte, erwirtschaftete die Postfinance im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als 300 Millionen Franken nach 252 Mio im Jahr 2006. Die Gesellschaft will im laufenden Jahr rund 200 Stellen schaffen. (scc)

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