Für Android-Geräte: PostFinance rüstet App mit Bezahlfunktion auf
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Für Android-GerätePostFinance rüstet App mit Bezahlfunktion auf

Hauseigene Konkurrenz? Die PostFinance rüstet ihre App mit einer NFC-Bezahlfunktion auf. In der Schweiz kämpfen zahlreiche Anbieter um die Vorherrschaft beim mobilen Bezahlen.

von
sas

Der Finanzdienstleister PostFinance bringt neben Twint eine weitere Bezahlfunktion für das Smartphone auf den Markt. Dabei wird die bestehende PostFinance-App erweitert. Der Vorteil der neuen Lösung: Sie funktioniert über den normalen Kreditkartenstandard und über die NFC-Technologie. Man hält die App also einfach ans bisherige Terminal – und schon ist bezahlt.

Die Erweiterung der bisherigen PostFinance-App soll in wenigen Monaten auf den Markt kommen, bestätigt das Unternehmen die Meldung der «Handelszeitung». Laut PostFinance-Sprecher Richard Pfister ist es kein Problem, dass innerhalb des Unternehmens zwei Bezahl-Apps vorhanden sind. PostFinance und ihre Tochtergesellschaft Twint entwickeln ihre Produkte unabhängig. Dass es dabei zu gewissen Überschneidungen kommen kann, liegt laut PostFinance auf der Hand.

Apple sperrt sich

«Die beiden Produkte haben unterschiedliche Zielgruppen im Auge», sagte PostFinance-Sprecher Pfister zur Nachrichtenagentur AWP. Letztlich sei es am Kunden zu entscheiden, auf welche Art er bezahlen wolle. Die PostFinance App setzt primär auf Banking-Funktionen und steht nur Kunden des Finanzdienstleisters zur Verfügung.

Die neue Dienstleistung wird allerdings nur für Android-Telefone verfügbar sein. Der Grund: Noch versperrt iPhone-Hersteller Apple den NFC-Standard für Drittanbieter. Gegenüber anderen Bezahl-Apps hat die zweite PostFinance-Lösung den grossen Vorteil, dass die Händler nicht in technische Anpassungen wie neue Terminals und Softwarelösungen investieren müssen.

Kampf um Vormachtstellung

In der Schweiz kämpfen derzeit verschiedene Anbieter um die Vorherrschaft im Bereich des mobilen Bezahlens. Neben Twint versucht die SIX Group mit ihrer Paymit-App, den Handel für sich zu gewinnen. Im Verlauf des Jahres sollen Paymit-Kunden auch im stationären Handel mit der App bezahlen können. Noch sind über Paymit nur Zahlungen zwischen Handys möglich.

Zudem verhandeln globale Anbieter mit den hiesigen Kreditkarten-Banken über Kooperationen. Apple, Samsung und Google haben im Ausland bereits entsprechende Bezahl-Apps lanciert. (sas/sda)

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