Aktualisiert 05.06.2018 08:52

StellenabbauPostfinance streicht 500 Jobs

Bis Ende 2020 sollen beim Finanzanbieter 500 Vollzeitstellen wegfallen. Schuld seien digitaler Wandel und Negativzinsen.

von
jdr
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Stellenabbau bei der PostFinance: Über 500 Vollzeitstellen sollen bis 2020 wegfallen.

Stellenabbau bei der PostFinance: Über 500 Vollzeitstellen sollen bis 2020 wegfallen.

Keystone/Peter Schneider
In die Schlagzeilen geraten war sie 2018 unter anderem aufgrund technischer Störungen. Im Rahmen einer Software-Umstellung waren Kunden fälschlich negative Kontostände angezeigt worden. «In unserem System waren die Kontostände aber immer richtig. Dieser Fehler ist mittlerweile behoben», heisst es bei der PostFinance.

In die Schlagzeilen geraten war sie 2018 unter anderem aufgrund technischer Störungen. Im Rahmen einer Software-Umstellung waren Kunden fälschlich negative Kontostände angezeigt worden. «In unserem System waren die Kontostände aber immer richtig. Dieser Fehler ist mittlerweile behoben», heisst es bei der PostFinance.

Zudem gab es Pannen bei der E-Banking-Lösung E-Finance. Das System fiel teilweise komplett aus. oder lief instabil.

Zudem gab es Pannen bei der E-Banking-Lösung E-Finance. Das System fiel teilweise komplett aus. oder lief instabil.

Keystone/Christian Beutler

Die Postfinance baut bis zu 500 Vollzeitstellen bis 2020 ab. Damit will die Bank der Post der Margenerosion und dem Rückgang der Erträge entgegenwirken. Postfinance befinde sich aufgrund des digitalen Wandels in einem schwierigen Marktumfeld, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Medienmitteilung.

Unter anderem die Automatisierung von Prozessen sowie das Outsourcing von Geschäftstätigkeiten führten dazu, dass PostFinance Ende 2020 mit weniger Personal auskommen müsse als heute.

Sozialverträgliche Lösung geplant

Von den 500 Stellen könnten bis zu zwei Drittel über die natürliche Fluktuation, das heisst auslaufende befristete

Arbeitsverhältnisse und (Früh-)Pensionierungen, aufgefangen werden, teilte die Postfinance am Dienstag in einem Communiqué mit.

Und weiter: Die Geschäftsleitung werde alle Mitarbeitenden umfassend über die Auswirkungen des geplanten Stellenabbaus informieren. Postfinance sei an einer sozialverträglichen Lösung gelegen.

Man werde nicht darum herumkommen, auch Kündigungen auszusprechen. Das sei schmerzhaft, sagt Postfinance-CEO Hansruedi Köng, «für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und damit den erfolgreichen Fortbestand von PostFinance jedoch unumgänglich». Das zeige auch das stark rückläufige Ergebnis im ersten Quartal 2018 deutlich. Dazu Köng: «Weil sich dieser negative Trend fortsetzen wird, ist Nichtstun keine Option».

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