Ganze Schweiz betroffen: Poststellen-Leiter müssen sich neu bewerben
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Ganze Schweiz betroffenPoststellen-Leiter müssen sich neu bewerben

Die Teams in den Postfilialen sollen neu organisiert werden. Die klassische Poststellenleitung verschwindet dabei ganz.

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In den Postfilialen soll bald eine neue Führungsstruktur eingeführt werden.

In den Postfilialen soll bald eine neue Führungsstruktur eingeführt werden.

Keystone/Christian Beutler
In der ganzen Schweiz gibt es 1078 Post-Filialen.

In der ganzen Schweiz gibt es 1078 Post-Filialen.

Keystone/Georgios Kefalas
Die klassische Poststellenleitung soll künftig wegfallen.

Die klassische Poststellenleitung soll künftig wegfallen.

Keystone/Christian Beutler

Die Post will in ihren Postfilialen eine neue Teamorganisation und eine neue Führungsstruktur einführen. Die klassische Poststellenleitung soll ganz verschwinden. Künftig sollen Teams, die in mehreren Filialen eines Gebiets arbeiten, diese Funktion übernehmen.

Die neue Teamorganisation habe keine Auswirkungen auf die Anzahl der Filialen im Postnetz, teilte die Post am Dienstag mit. Mit der Neuorganisation werde die grosse Erfahrung der Mitarbeitenden im Kundenkontakt besser vernetzt und der unternehmerische Spielraum an der Basis verstärkt.

In der ganzen Schweiz gibt es laut Post-Angaben heute 1078 Filialen der Post. Historisch bedingt werde eine Grosszahl davon durch viele Kleinteams geführt, bestehend aus einem Filialleitenden und ein bis zwei Kundenberatenden. Das wird nun grundlegend geändert.

Teams statt Filialleiter

Künftig sollen nach den Plänen der Post die Mitarbeitenden des Postnetzes anstelle der heutigen streng hierarchischen Strukturen filialübergreifend in Teams zusammengefasst werden. Neu werden so laut den Ausführungen der Post pro Gebiet Teams mit rund 15 Kundenberatenden geschaffen, die in einem Filialgebiet mit unterschiedlichen Filialen tätig sind.

Laut dem Leiter PostNetz, Thomas Baur, erhalten Kundenberater und -beraterinnen so mehr Abwechslung im Arbeitsalltag. Die neue Teamorganisation werde aber auch eine hohe Flexibilität fordern. Der neue unternehmerische Freiraum und die Vielfalt der Aufgaben werde für viele neu sein.

Syndicom spricht von «Verunsicherung»

Wie die Gewerkschaft Syndicom am Dienstag mitteilte, löst die neue Organisation bei den Mitarbeitenden grosse Verunsicherung aus. Die Pläne der Post würden noch zu grossen Diskussionen führen. Die Gewerkschaft habe die Post im Verlauf des Pilotpojekts wiederholt auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung hingewiesen. Diese Bedenken seien von der Post teilweise aufgenommen worden.

Die Post geht nach eigenen Angaben künftig von sieben statt der heute 15 Regionen und von rund 50 statt 100 Filialgebieten aus. Die derzeit rund 1000 Filialen mit 700 Filialleitern werden in Zukunft von rund 350 Teamleitenden geführt. Frühestens im Mai 2019 soll die Stellenbesetzung beginnen.

Bereits im Mai 2017 kam es am Hauptsitz in Bern zu einer Umstrukturierung. Dabei mussten sich viele Mitarbeiter erneut auf ihren Job bewerben. (20 Minuten/sda)

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