01.02.2015 09:09

Braune Brühe

Pottwal nutzt seinen Kot als Waffe

Als Unterwasserfotograf ist der Kanadier Keri Wilk ungewöhnliche Anblicke gewohnt. Doch eine Begegnung mit einem Pottwal toppt alle bisherigen.

von
F. Riebeling
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Zunächst scheint alles so, als würde die Begegnung von Unterwasserfotograf und Pottwal ganz normal zu verlaufen.

Zunächst scheint alles so, als würde die Begegnung von Unterwasserfotograf und Pottwal ganz normal zu verlaufen.

www.keriwilk.com
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Der Wal richtet sich auf und überrascht die Taucher mit einer Wolke aus Kot.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Der Wal richtet sich auf und überrascht die Taucher mit einer Wolke aus Kot.

www.keriwilk.com
Zunächst halten die Fotografen das für einen normalen Stuhlgang,

Zunächst halten die Fotografen das für einen normalen Stuhlgang,

www.keriwilk.com

Es war bei weitem nicht sein erster Tauchgang. Trotzdem wird Fotograf Keri Wilk die Unterwasser-Tour vor der Westküste der Karibikinsel Dominica nie vergessen. Denn gemeinsam mit seinem Team hatte er dort eine ganz besondere Begegnung mit einem Pottwal.

Obwohl sich die Gruppe dem Tier vorsichtig näherte, wie Wilk auf seiner Website schreibt, setzte es sich mit aller Macht zur Wehr – mit einer Wolke aus Kot. Zuerst dachten die Taucher, es handele sich um einen ganz gewöhnlichen Stuhlgang.

«Es war überall»

«Doch dann begann sich der Wal auf der Stelle um seine eigene Achse zu drehen», so der Kanadier. Dabei wirbelte der Meeressäuger die ausgestossenen Fäkalien auf und hüllte die vermeintlichen Angreifer in eine braune Wolke. «Es war ein regelrechter Poopnado», erinnert sich Wilk. Und zwar einer, der höchst selten ist. Auch Aufnahmen hat es davon noch nie gegeben.

Von der Attacke des Wals überrascht, konnten sich die Taucher nicht schnell genug wappnen: «Der Kot war überall – in meinen Augen, in meinem Mund, sogar in meinem Neoprenanzug», so der Fotograf. Doch nachdem er die Wolke hinter sich gelassen habe, seien die Spuren auch schon wieder verschwunden. Trotzdem: «Zurück an Land habe ich eine extra lange Dusche genommen.»

Normalerweise zeigen sich die Tiere von einer anderen Seite. (Video: Youtube/Rotorpixel)

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