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Powell läuft wieder seinen Weltrekord

Asafa Powell, der 24-jährige jamaikanische Supersprinter, egalisierte mit 9,77 Sekunden seinen 100-m-Weltrekord, den er zusammen mit Justin Gatlin (USA) hält, bereits zum zweiten Mal.

Im Juni 2005 in Athen und im Juni 2006 in Gateshead (Gb) war er bereits 9,77 gelaufen - in Zürich allerdings noch nie. Hilfreich war ein (erlaubter) Rückenwind von 1 m pro Sekunde.

Nach Armin Hary (1960 mit 10,0) und Carl Lewis (1988 mit 9,93) war dies bereits der dritte 100-m-Weltrekord der Männer im Letzigrund - und der insgesamt 24. Weltrekord des Zürcher Meetings.

Powell hatte nach einer starken Reaktionszeit von 0,148 Sekunden einen guten Start, lag schon bald voraus - degradierte vor allem den neben ihm laufenden Doppel-Europameister Francis Obikwelu zum Statisten - und ging deutlich vor dem Amerikaner Tyson Gay durchs Ziel. Der 24-jährige Gay steigerte seine persönliche Bestzeit um 4/100 auf 9,84. Mit den US-Läufern Leonard Scott und Marcus Brunson blieben zwei weitere Konkurrenten unter der 10-Sekunden-Marke.

«Ich könnte nicht glücklicher sein», freute sich Powell, «es war ein sensationelles Rennen, und ich hätte auch nichts besser machen können.» Obikwelu (Achter in 10,26) beklagte sich über die Müdigkeit von Göteborg her. «Die Anderen waren einfach frischer», sagte er, «der Weltrekord von Powell überrascht mich überhaupt nicht.»

Powell ist in diesen Jahr in elf Starts nur zweimal über 10 Sekunden (10,03) geblieben. Die erste Weltrekord-Egalisierung hatte er in Gateshead (Gb) geschafft; nun lief er zum vierten Mal unter 9,90 ein. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen hatte der Jamaikaner nur den 5. Rang geschafft.

Der Olympiasieger von damals, Weltmeister und Co-Weltrekordler, der Amerikaner Justin Gatlin, durfte in Zürich nicht starten. Er wurde wegen eines Dopingvergehens aus dem Verkehr gezogen.

Im stark besetzten B-Lauf verpasste der Zürcher Andreas Baumann als Letzter in 10,62 bei 1 m/s Gegenwind seine Saisonbestzeit um 6/100. Direkt vor ihm klassierte sich der 30-jährige Kim Collins von der Insel St. Kitts & Nevis, seines Zeichens Weltmeister 2003 in Paris, in 10,45.

(si)

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