Tägerwilen TG: Prachtvolles Herrenhaus sucht neuen Eigentümer
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Tägerwilen TGPrachtvolles Herrenhaus sucht neuen Eigentümer

In Tägerwilen steht ein geschichtsträchtiges Patrizierhaus zum Verkauf. Das Haus zum Okenfiner stammt aus dem Jahr 1616.

von
luh
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In Tägerwilen im Thurgau steht ein prächtiges Anwesen zum Verkauf.

In Tägerwilen im Thurgau steht ein prächtiges Anwesen zum Verkauf.

ImmoLeague
Das Patrizierhaus zum Okenfiner stammt aus dem Jahr 1616.

Das Patrizierhaus zum Okenfiner stammt aus dem Jahr 1616.

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Für 3,35 Millionen Franken kann man das Haus und das Grundstück mit einer Fläche von 3533 Quadratmetern kaufen.

Für 3,35 Millionen Franken kann man das Haus und das Grundstück mit einer Fläche von 3533 Quadratmetern kaufen.

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Mitten in thurgauischen Tägerwilen steht ein prächtiges Anwesen zum Verkauf. Das 400 Jahre alte Herrenhaus zum Okenfiner hat eine Wohnfläche von 590 m2 und ist mit 18,5 Zimmern, vier Badezimmern, drei Garagen, zehn Parkplätzen, einem grossen historischen Weinkeller und einer Werkstatt grosszügig ausgestattet.

Das Landgut mit einer Grundstücksfläche von 3533 Quadratmetern sucht einen neuen Eigentümer. Das Anwesen ist für 3,35 Millionen zu haben. Der Name Okenfiner soll sich auf eine Konstanzer Familie aus dem 15. Jahrhundert beziehen.

Das Patrizierhaus zum Okenfiner

Das prachtvolle Anwesen in Tägerwilen im Thurgau steht zum Verkauf.

Kostbare Innenausstattung

«Das Herrenhaus wurde mit viel Liebe gepflegt und die Innenräume zeigen den grosszügigen Baustil der damaligen Zeit», sagt Francesco Arena von der ImmoLeague AG, die mit dem Verkauf des Anwesens betraut ist. «Die Eigentümer legten stets grossen Wert auf Tradition und so findet man in vielen Räumen edel verzierte Parkettböden.» Eine prächtige Stuckdecke und ein alter weisser Turmofen zieren das Wohnzimmer. Es handelt sich um einen Steckborner Kachelofen von der im 18. Jahrhundert berühmten Hafner-Familie Mayer.

Gemäss Nachforschungen befand sich auf dem Anwesen ein Rebgut und auch heute noch besitzt das Haus einen grossen Weinkeller mit geschnitzten Eichensäulen aus dem 15. Jahrhundert. Ebenfalls findet man im Gartenbereich einen Wunschbrunnen.

Grundstein der Bernina-Nähmaschine

Viel ist nicht über die früheren Besitzer bekannt, interessant ist jedoch, dass in diesem Haus der Grundstein für die heute weltbekannte Nähmaschinenfirma Bernina gelegt wurde. 1887 liess sich nämlich der Mechaniker Karl Friedrich Gegauf auf dem Landgut nieder und produzierte hier seine ersten Maschinen.

Die Eigentümergemeinschaft des Landgutes sorgt momentan eigenhändig für den Unterhalt des Anwesens und legt sehr viel Wert darauf, dem Haus den Charakter zu erhalten: «Mit Freude und Herzblut lässt sich der Unterhalt des historischen Gebäudes gut bewältigen, denn die Kosten für den Unterhalt sind nicht sehr hoch», so die Eigentümerschaft.

Einklang zwischen Arbeit und Wohnen

«Schon früher wurde das Haus vielseitig zum Wohnen und Arbeiten genutzt», sagt Francesco Arena. «Auch heute ist es möglich, das Anwesen umzugestalten und aus der Liegenschaft drei bis vier Wohnungen zu machen.» Auch sei denkbar, die Räume in Büros und Wohnungen zu unterteilen. «Hier findet man den perfekten Einklang zwischen Arbeit und Wohnen», konstatiert Arena.

Eine Besichtigung ist laut ImmoLeague AG nach Absprache möglich – allerdings nur gegen Nachweis der nötigen finanziellen Mittel. Ebenfalls kann man eine virtuelle Online-Tour des Gebäudes auf der Website von ImmoLeague machen.

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