Aktualisiert 26.10.2010 21:39

Basel

Prämienverbilligung wird nicht angehoben

Die Baselbieter Regierung will trotz überdurchschnittlich steigender Krankenkassenprämien im Kanton die Prämienbeiträge für Personen mit bescheidenen Einkommen nicht erhöhen: Sie hat beschlossen, die massgebliche Richtprämie für 2011 nicht anzuheben.

Die monatlichen Richtprämien betragen damit weiterhin 220 Franken für Erwachsene ab 26 Jahren, 195 Franken für jugendliche Erwachsene (19 bis 25 Jahre) und 125 Franken für Kinder, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Somit würden die Krankenkassenprämien für Verbilligungsberechtigte gleich stark steigen wie für alle anderen Versicherten.

Jeder könne aber von sich aus Prämien sparen, meint die Regierung dazu. Sie verweist dabei auf die üblichen Möglichkeiten wie Kassenwechsel oder den Wechsel zu einem HMO- oder Hausarztmodell.

Gemäss den vom Bund Anfang Oktober bekannt gegebenen Zahlen steigen indes im Durchschnitt die Krankenkassenprämien der Grundversicherung im Baselbiet 2011 stärker an als im Landesmittel. So legt im Baselbiet die Durchschnittsprämie für Erwachsene um 8,2 Prozent zu, landesweit aber um nur 6,5 Prozent.

Die Durchschnittsprämie für junge Erwachsene steigt im Baselbiet um 13,5 Prozent und schweizweit um 11,8 Prozent, jene für Kinder im Baselbiet um 8,4 Prozent und landesweit um 6,3 Prozent. Die durchschnittliche Monatsprämie erreicht damit im Baselbiet für Erwachsene 398.77 Franken, für junge Erwachsene 348.14 Franken und für Kinder 97.89 Franken.

(sda)

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