Schiesserei in Colorado : Präsident Joe Biden setzt sich für strenges Waffengesetz ein
Publiziert

Schiesserei in Colorado Präsident Joe Biden setzt sich für strenges Waffengesetz ein

In Boulder, im US- Bundestaat Colorado, hat ein Schütze 10 Menschen getötet. Erneut werden Rufe nach einem schärferen Waffengesetz laut. Auch Präsident Biden findet: «Wir müssen handeln».

1 / 9
Für Präsident Biden ist nach dem Amoklauf in Colorado klar, dass sich in seiner Nation punkto Waffen etwas ändern muss. 

Für Präsident Biden ist nach dem Amoklauf in Colorado klar, dass sich in seiner Nation punkto Waffen etwas ändern muss.

REUTERS
Ein Schütze hat am 22. März 2021 im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet. 

Ein Schütze hat am 22. März 2021 im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet.

AFP
Schauplatz der Bluttat war ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört.

Schauplatz der Bluttat war ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört.

AFP

Darum gehts

  • Das Massaker in einem Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado hat zehn Tote gefordert.

  • US-Präsident Biden spricht sich nun für eine Reform des Waffenrechts aus.

  • Eine Reform des Waffenrechts sollte keine Parteienangelegenheit sein, findet Biden.

US-Präsident Joe Biden setzt sich nach dem Massaker in einem Supermarkt mit zehn Toten für strengere Waffengesetze ein. «Wir müssen handeln», erklärte er am Dienstag und mahnte, eine Reform des Waffenrechts sollte keine Parteienangelegenheit sein. «Das ist eine amerikanische Angelegenheit. Es wird Leben retten, amerikanische Leben».

Biden stellte sich damit hinter Forderungen seiner Demokratischen Partei. Senatsmehrheitsführer Chuck Schumer kündigte an, er werde einen im Repräsentantenhaus verabschiedeten Entwurf auf die Tagesordnung seiner Kammer setzen, der Hintergrundchecks bei den meisten Waffenverkäufen vorsieht. Der Senat müsse sich der verheerenden Wahrheit» stellen, dass eine Untätigkeit des Kongresses in dieser Frage seit drei Jahrzehnten andauere. «Dieser Senat wird anders sein», sagte Schumer.

Täglich tödliche Zwischenfälle mit Waffen

Die Demokraten haben zwar eine hauchdünne Mehrheit im Senat, aber nicht genug Stimmen, um eine umfassende Reform durchzubringen. Das Recht auf Waffenbesitz hat in den USA Verfassungsrang.

In den USA kommt es quasi täglich zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39’740 Schusswaffentote in den USA – also etwa 109 Tote pro Tag.

(DPA/kat)

Deine Meinung