Chicago: Präsident Obama: «Wir werden es schaffen»
Aktualisiert

ChicagoPräsident Obama: «Wir werden es schaffen»

Der neue US-Präsident Barack Obama hat sich in einer Siegesrede an seine Anhänger gewandt. «Der Wandel kommt nach Amerika», sagte Obama vor zehntausenden jubelnden Menschen in Chicago.

Die Wahl habe bewiesen, dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gebe, über alle sozialen und ethnischen Grenzen hinweg. Es sei «ein Beweis der Macht der Demokratie», sagte ein strahlender Barack Obama, der auf die überwältigende Beteiligung aller Gruppen an dieser Wahl verwies. Obama sagte, er habe einen Anruf vom republikanischen Kandidaten John McCain bekommen und wolle nun mit seinem einstigen Rivalen zusammenarbeiten. Obama dankte seinen Freunden und Verwandten für ihre Unterstützung.

Seine Ehefrau Michelle stellte Obama als die «nächste First Lady» der Vereinigten Staaten vor. Seinen Chefstrategen David Axelrod würdige er als Mann, der den besten Wahlkampf in der Geschichte der USA geführt habe. Obama betonte die grossen Herausforderung, die auf die USA warteten. Amerika befinde sich in zwei Kriegen, es gebe die grösste finanzielle Krise seit langer Zeit. Es müssten «neue Jobs geschaffen, Allianzen repariert werden». Dies werde seine Zeit brauchen, «wir werden mehr als ein Jahr brauchen». Aber «wir werden es schaffen, das verspreche ich», sagte Obama und sagte: «Change has come to America» (Der Wandel ist nach Amerika gekommen).

Denen, die nicht für ihn gestimmt hatten, versprach Obama: «Ich werde auch euer Präsident sein.» Ein grosser Teil seiner Rede war der Botschaft seines Wahlkampfs gewidmet: Hoffnung. In weiten Strecken gemahnte sie an eine Predigt, mit dem stets wiederholten Mantra «Yes we can». «Es ist Zeit, den American Dream wieder zurückzugewinnen», sagte Obama und verabschiedete sich mit «God bless America».

Hunderttausende feierten mit

Hunderttausende feierten in der ganzen Stadt mit. In der Menge waren auch Prominente wie Brad Pitt und Oprah Winfrey und der Pfarrer und Politiker Jesse Jackson. Jackson, der sich selbst zwei Mal um die Kandidatur für das Präsidentenamt bewarb, strömten die Tränen über das Gesicht, als die Wahl Obamas verkündet wurde. Sein Sohn Jesse Jackson Jr., der Abgeordneter im Repräsentantenhaus ist, sprach von einer «friedlichen Revolution».

Obama lebt mit seinen Familie seit vielen Jahren in Chicago. Hier hatte er in den 80er-Jahren nach seinem Jurastudium als Sozialarbeiter in einem Schwarzenviertel gearbeitet und seine politische Karriere begonnen.

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