Hilfswerk Noah: Prattler suchen Paten für syrische Kriegswaisen
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Hilfswerk NoahPrattler suchen Paten für syrische Kriegswaisen

Der Baselbieter Verein Noah setzt sich für syrische Flüchtlingskinder ein. Er gibt den Opfern ein Gesicht und sucht Paten für die jüngsten Opfer des Krieges.

von
jd
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Der Verein Noah sucht über seine Website Paten für syrische Kinder.

Der Verein Noah sucht über seine Website Paten für syrische Kinder.

kein Anbieter/Kinderhilfswerk Noah
Auch für die Kleinsten kann gespendet werden.

Auch für die Kleinsten kann gespendet werden.

kein Anbieter/Kinderhilfswerk Noah
Den Erhalt des Geldes bestätigt der Verein mit einem Foto des Kindes und dem Geld.

Den Erhalt des Geldes bestätigt der Verein mit einem Foto des Kindes und dem Geld.

kein Anbieter/Kinderhiflswerk Noah

Sara Sutter will sich für die Schwächsten des krisengeplagten Syriens einsetzen und gründete deshalb vor einem halben Jahr das Kinderhilfswerk Noah. Denn es sind die Schicksale der Kinder, welche der 44-Jährigen besonders am Herzen liegen. Etwa das des 12-jährigen Yusef, dessen Vater von Terroristen entführt und einen Monat lang gefangengehalten wurde, bis man seine verstümmelte Leiche am Strassenrand fand. Nun lebt Yusuf mit seiner Mutter und drei Geschwistern in einem kleinen Raum – ohne jegliches Einkommen oder finanzielle Unterstützung.

Es fehlt am Nötigsten

Sutter und zwei Mitstreiterinnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern zu helfen, die ein oder beide Elternteile im Krieg verloren haben und denen es am Nötigsten fehlt. «Nahrungsmittel, Kleidung oder Hygieneartikel gibt es nur in kleinen Mengen oder für viel Geld» erzählt Sutter, selbst zweifache Mutter, die mit ihrer Familie in Pratteln lebt.

In jeder freien Minute, etwa wenn ihre Kleinen am Abend schlafen oder am Wochenende, widmet sie sich den syrischen Flüchtlingen. «Das Netzwerk umfasst etwa hundert Kinder unter 15 Jahren», erzählt sie. Jedes Kind ist auf der Webseite abgebildet und schaut mit verängstigten, aber hoffnungsvollen Augen in die Kamera. Ein kurzer Text und das Geburtsdatum informieren den potenziellen Spender über die Lebenssituation des Kindes.

Facebook-Bilder zeigen Empfänger

Einige Dutzend Patenkinder konnten bereits vermittelt werden – «aber es könnten gerne mehr sein», so Sutter. Eine monatliche Spende von fünfzig Franken gewährleiste bereits die Grundversorgung eines Kindes und dessen Familie. Via Türkei werde der Betrag überwiesen, wo ein Bekannter des Hilfswerks das Geld direkt dem Kind überreiche. «Ein Foto, welches wir direkt nach der Übergabe auf Facebook posten, soll den Paten die Sicherheit geben, dass die Spende auch wirklich ankommt», erklärt Sutter, die in ihrer Jugend lange durch Syrien gereist ist und Land und Leute kennengelernt hat.

Das Paten-Netzwerk funktioniere simpel und schnell. Die Überweisung gehe zügig, und das Geld komme bereits am nächsten Tag in der Türkei an. Güter zu spenden sei sehr teuer und mit grossem Aufwand verbunden. «Mit dem Geld hingegen können die Mütter konkret das kaufen, was sie am nötigsten brauchen», weiss Sutter und wünscht sich: «Die Patenschaften sind auf ein Jahr ausgelegt, weil wir die Hoffnung haben, dass sich die dortige Situation bald verbessern wird.»

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