«Gohts-no!-Priis»: Preis für haarsträubender Bürokratie
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«Gohts-no!-Priis»Preis für haarsträubender Bürokratie

Die FDP Luzern verleiht einen Preis für die übelsten Beispiele sinnlosen Bürokratentums. Für die beste Einsendung gibt es im Februar einen Preis.

von
mfe
Im Februar verleiht die FDP einen Bürokratie-Ärger-Preis. (Bild: colourbox.com)

Im Februar verleiht die FDP einen Bürokratie-Ärger-Preis. (Bild: colourbox.com)

«Wir bekommen immer mehr Beispiele von Bürgern, die sich masslos ärgern», sagt FDP-­Geschäftsführer Sascha Kretz. Darunter ist eine Familie, deren Kind das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) in Hohenrain besucht und dazu die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen muss. Die ÖV-Wegkosten muss die Familie selber bezahlen, kann diese später aber zurückfordern. Nur: Dies ist alles andere als einfach. Erst müssen die Eltern ein Gesuch um Rückerstattung ausfüllen. Dieses geht dann zurück an die Schule, die das Dokument der kantonalen Dienststelle Volksschulbildung (DVS) zur Prüfung weiterleitet. Ist der Anspruch dann ausgewiesen, erhält die Familie von der DVS ein Abrechnungsformular. Dieses muss sie nochmals ausfüllen und dem HPZ zur erneuten Prüfung schicken.

Man ahnt es: Die HPZ gibt das Formular weiter zur DVS, die nun in der Lage ist, das Geld zu überweisen. Dieses Prozedere muss die Familie unter Umständen mehrmals pro Jahr durchspielen. DVS-Chef Charles Vincent verteidigt den doppelten Weg: «Wir müssen kontrollieren, dass die Eltern den günstigsten Weg wählen. Immerhin geht es um Zahlungen von jährlich insgesamt rund 600 000 Franken.»

Mehr Infos zum Gohts-no!-Priis gibt es im Internet auf www.buerokratiestopp-luzern.ch. (mfe/20 Minuten)

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