Ehrung – Zuger Preis für Zivilcourage geht an zwei mutige Helden
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«Dies kann nicht genug gewürdigt werden.»Preis für Zivilcourage an zwei Helden – «Sie haben hin- und nicht weggeschaut»

Zwei Männer retteten einen 60-jährigen Taxifahrer, als drei junge Männer auf ihn einschlugen. Die zwei Helfer wurden jetzt für ihre mutige Tat mit dem Zuger Preis für Zivilcourage geehrt.

von
Astrid Winiker
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Die zwei Helden Stefan Cardoso Ferreira (links) und Richi Martins (rechts) strahlen bei der Preisübergabe. Sie werden geehrt für ihren mutigen Einsatz im Mai 2020. Sie retteten einen 60-jährigen Taxifahrer, der von drei Männern verprügelt wurde. 

Die zwei Helden Stefan Cardoso Ferreira (links) und Richi Martins (rechts) strahlen bei der Preisübergabe. Sie werden geehrt für ihren mutigen Einsatz im Mai 2020. Sie retteten einen 60-jährigen Taxifahrer, der von drei Männern verprügelt wurde.

Sicherheitsdirektion Kanton Zug
Sicherheitsdirektor Beat Villiger dankt den beiden: «Sie haben hin- und nicht weggeschaut, sind eingeschritten und haben geholfen. Das kann nicht genug gewürdigt werden. Polizei und Rettungsdienste sind auf das couragierte Handeln von aufmerksamen Bürgern wie Ihnen angewiesen.»

Sicherheitsdirektor Beat Villiger dankt den beiden: «Sie haben hin- und nicht weggeschaut, sind eingeschritten und haben geholfen. Das kann nicht genug gewürdigt werden. Polizei und Rettungsdienste sind auf das couragierte Handeln von aufmerksamen Bürgern wie Ihnen angewiesen.»

Sicherheitsdirektion Kanton Zug
Der Regierungsrat Beat Villiger und Gemeinderat Roger Bosshart bei der Preisübergabe für Zivilcourage. 

Der Regierungsrat Beat Villiger und Gemeinderat Roger Bosshart bei der Preisübergabe für Zivilcourage.

Sicherheitsdirektion Kanton Zug

Darum gehts

  • Am Mittwoch wurde der Zuger Preis für Zivilcourage in Neuheim verliehen.

  • Die Preisträger sind zwei Männer, Richi Martins und Stefan Cardoso Ferreira, welche im Mai 2020 einen 60-jährigen Taxifahrer bei einer Schlägerei retteten.

  • Drei junge Männer schlugen damals auf den Taxifahrer ein.

  • Die zwei Helfer griffen ein und riefen die Polizei und den Rettungsdienst.

  • Der Taxifahrer kam mit erheblichen Kopfverletzungen ins Spital.

  • Durch Hinweise der zwei Helfer konnten die Täter wenige Tage später festgenommen werden.

Der Zuger Preis für Zivilcourage wurde am Mittwoch in Neuheim verliehen. Die Preisträger, Richi Martins aus Baar ZG und Stefan Cardoso Ferreira aus Buchrain LU, wurden für ihre mutige Tat vom Mai 2020 ausgezeichnet, wie die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug mitteilte.

Drei Männer prügelten auf 60-jährigen Taxifahrer ein

Die Vorgeschichte: In der Nacht auf Samstag, den 30. Mai 2020, sind die zwei Männer bei einer tätlichen Auseinandersetzung eingeschritten. Dabei handelte es sich um drei junge Männer, welche einen 60-jährigen Taxifahrer angriffen. Sie hätten den Taxifahrer mit Faustschlägen an den Kopf getroffen und ihn mit Füssen getreten, als er auf dem Boden lag. Die Preisträger kamen damals an der Gotthardstrasse beim Bundesplatz in der Stadt Zug mit dem Auto vorbei, wurden Zeugen der Tat und schritten ein. Die drei jungen Männer rannten davon. Die beiden Helfer kümmerten sich um den Taxifahrer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und riefen die Polizei. Mit ihrem couragierten Handeln hätten sie noch Schlimmeres verhindert, so der Kanton Zug weiter. Der 60-jährige Taxifahrer musste aber dennoch nach dem Angriff der drei jungen Männer mit erheblichen Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Polizei lobte damals in ihrer Medienmitteilung zum Fall ebenfalls: «Zwei Personen in einem entgegenkommenden Fahrzeug wurden Zeugen der Tat und schritten beherzt ein. Dadurch konnten sie noch Schlimmeres verhindern.»

«Sie haben hin- und nicht weggeschaut»

Dank den Helfern und ihren Hinweisen zur Täterschaft und deren Fluchtrichtung konnten die drei Täter einige Tage später festgenommen werden, teilte der Kanton weiter mit. Der Sicherheitsvorsteher von Neuheim, Roger Bosshart, dankte den beiden anlässlich der Preisverleihung: «Mit Ihrem raschen und entschlossenen Einschreiten haben Sie sehr vorbildlich für einen Mitmenschen in Not gehandelt. Dafür gebührt Ihnen grosser Dank.» Ebenso lobte Sicherheitsdirektor Beat Villiger das Einschreiten der beiden: «Sie haben hin- und nicht weggeschaut, sind eingeschritten und haben geholfen. Das kann nicht genug gewürdigt werden. Polizei und Rettungsdienste sind auf das couragierte Handeln von aufmerksamen Bürgern wie Ihnen angewiesen.»

Somit wurde der Preis zum zehnten Mal vergeben. Der Preis wurde 2010 eingeführt im Rahmen des Projektes «Gemeinsam gegen Gewalt.» 2020 fiel die Preisverleihung pandemiebedingt aus. Eine dreiköpfige Jury unter dem Vorsitz von Regierungsrat Beat Villiger ermittelt die Gewinnerinnen und Gewinner aus eingegangenen Meldungen der Bevölkerung und der Polizei. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Tagung der Sicherheitsverantwortlichen von Kanton und Gemeinden statt. Jedes Jahr übernimmt eine andere Zuger Gemeinde das Patronat für die Preisverleihung. Der Kanton und die Patronatsgemeinde teilen sich das Preisgeld.

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