Teuerung: Preise bleiben stabil
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TeuerungPreise bleiben stabil

Die Preise sind in der Schweiz im September gegenüber dem Vormonat stabil geblieben. Der tiefere Erdölpreis und die Rezession drücken nach wie vor auf das Preisniveau in der Schweiz. Die Jahresteuerung war im September zum siebten Mal in Folge negativ.

Der Landesindex der Konsumentenpreise verharrte im September auf dem Stand des Vormonats von 103,1 Punkten, berichtet das Bundesamt für Statistik (BFS). Wegen des statistischen Basiseffekts war die Jahresteuerungsrate aber erneut deutlich negativ, und zwar bei minus 0,9 Prozent, verglichen mit minus 0,8 Prozent im August und plus 2,9 Prozent ein Jahr zuvor. Wie in den sechs vorangegangenen Monaten ist das rückläufige Preisniveau vor allem auf die sinkenden Preise für Erdölprodukte zurückzuführen. Heizöl war 41 Prozent billiger als ein Jahr zuvor; Benzin kostete 16 Prozent weniger.

Der Effekt des Erdölpreises kommt auch bei der importierten Teuerung zum Ausdruck: Die Preise der Importgüter sanken innert Jahresfrist um massive 5,5 Prozent. Die Inlandgüter verteuerten sich hingegen um 0,9 Prozent. Weniger gross ist diese Diskrepanz im Monatsvergleich. Zum August sank die Importteuerung noch um 0,3 Prozent, während die Inlandwaren um 0,1 Prozent teurer wurden.

Was die Deflationsgefahr betrifft, so zeigt die Entwicklung der Kerninflation noch keine beunruhigende Tendenz. Sie nahm im September noch um 0,6 Prozent zu, nach 0,7 Prozent im August. Die Kerninflation klammert die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak, Energie und Treibstoffen sowie Saisonprodukten aus. Auch die Teuerungsprognosen verheissen keine Abwärtsspirale. Nach minus 0,4 Prozent im Mittel von 2009 und damit dem tiefsten Wert seit 50 Jahren dürfte die Teuerung laut BFS 2010 wieder um 0,9 Prozent steigen.

Das stabile Preisniveau im Monatsvergleich ist das Ergebnis von teilweise gegenläufigen Tendenzen. So verteuerten sich zum Beispiel die Waren in der Gruppe Erziehung und Unterricht um 1,1 Prozent, vor allem als Folge von Aufschlägen bei den Schulbüchern zum Beginn des neuen Schuljahrs. Der auch im Monatsvergleich um knapp sechs Prozent tiefere Heizölpreis liess demgegenüber die Indexgruppe Wohnen und Energie um 0,4 Prozent sinken. Bei den Nahrungsmitteln sticht ein Aufschlag von über 15 Prozent für Tomaten ins Auge. Kernobst war hingegen sieben Prozent billiger als im August.

(dapd)

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