17’000 Franken pro Quadratmeter: Preise für Ferienwohnungen explodieren wegen Corona
Publiziert

17’000 Franken pro QuadratmeterPreise für Ferienwohnungen explodieren wegen Corona

In der Pandemie sind Ferienwohnungen in den Alpen stärker gefragt. Das treibt die Preise in die Höhe. Besonders teuer sind Wohnungen in St. Moritz und Gstaad.

von
Barbara Scherer
1 / 8
In St. Moritz kostet eine Ferienwohnung im gehobenen Standard zurzeit knapp 17’000 Franken pro Quadratmeter.

In St. Moritz kostet eine Ferienwohnung im gehobenen Standard zurzeit knapp 17’000 Franken pro Quadratmeter.

imago/McPHOTO
In Gstaad kostet eine Wohnung inzwischen rund 16’500 Franken pro Quadratmeter.

In Gstaad kostet eine Wohnung inzwischen rund 16’500 Franken pro Quadratmeter.

imago images/Perreten
Auch in Verbier sind die Preise für Ferienwohnungen auf bis zu 14’600 Franken pro Quadratmeter gestiegen. 

Auch in Verbier sind die Preise für Ferienwohnungen auf bis zu 14’600 Franken pro Quadratmeter gestiegen.

imago/robertharding

Darum gehts

  • Corona treibt die Preise für ein Eigenheim im Alpenraum in die Höhe.

  • Denn in der Pandemie wollen immer mehr Leute ihre Ferien in den Bergen verbringen.

  • Zudem gelten Immobilien als sichere Anlage in Krisenzeiten.

Reisebeschränkungen machen Ferien in der Corona-Krise schwierig. Darum verbringen Schweizer ihre Ferien vermehrt in den Alpen. Das treibt den Preis in die Höhe: 2020 kostete eine Ferienwohnung in den Bergen durchschnittlich vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie eine länderübergreifende Studie der UBS zeigt.

Am teuersten ist der Bündner Nobelskiort St. Moritz: Eine Ferienwohnung kostet im Moment knapp 17’000 Franken pro Quadratmeter. Auf dem zweitem Platz landet Gstaad im Berner Oberland. Dort muss man für eine Wohnung bis zu 14’600 Franken pro Quadratmeter aufwerfen.

Zu den teuersten Ferienorten im Alpenraum gehören zudem das österreichische Wintersportzentrum Kitzbühel und das französische Courchevel mit Quadratmeterpreisen von rund 13’500 Franken. Während die Wohnungen in hochpreisigen Destinationen stiegen, gingen die Preise in günstigeren Destinationen leicht zurück, so etwa um drei Prozent in Flumserberg.

Wo Ferienwohnungspreise sonst noch gestiegen sind, erfährst du in der Bildergalerie oben.

Immobilen sind sichere Anlagen

Nicht nur Schweizerinnen und Schweizer haben Ferienwohnungen in den Bergen entdeckt. Auch ausländische Käufer haben vermehrt Wohnungen in den hiesigen Alpen gekauft. Denn die Schweizer Immobilien geniessen laut UBS den Ruf als sichere Anlagen.

Der Preisanstieg dürfte dieses Jahr anhalten. «Doch der Ansturm auf Ferienwohnungen wird mittelfristig tendenziell wieder nachlassen», heisst es weiter. Sobald das Homeoffice wieder abnimmt und Auslandreisen einfach werden, könnte die Nachfrage sogar unter das Vor-Corona-Niveau fallen.

3000 Franken pro Woche für eine Wohnung

Ferienwohnungen sind begehrt, doch die Zweitwohnung verursacht auch substanzielle Kosten. Denn Ferienwohnungseigentümer verbringen im Durchschnitt nur rund elf Wochen pro Jahr in ihrer Ferienwohnung. Aufgrund dieser geringen effektiven Belegung sind die Kosten pro Woche relativ hoch und können bis 3000 Franken betragen, schreibt die UBS. Werden Hypothekar-, Heiz- und Sanierungskosten eingerechnet, kann eine Zweitwohnung im Jahr zwischen 20’000 und 30’500 Franken kosten.

Deine Meinung

30 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

masquerade

24.03.2021, 15:50

Die Schweiz ist sowieso nur noch auf Superreiche fokussiert, das Fussvolk soll gefälligst zusammen rücken, sich an solchen Berichten laben und sich in Demut üben.

Der Gockel

24.03.2021, 15:44

Ich habe einen Hühnerstall zu vermieten für Hühner.

VIP vs CH

24.03.2021, 14:52

Das 2. Monaco in den Bergen. Die Schweiz ist schon lange ans Ausland verkauft (Schauspieler/Regisseure, Oligarchen, Firmeninhaber aus D, Rennfahrer, etc.). Die meisten steuern Pauschal nach Ausgaben. Ein Hohn für die wenigen ehrlichen Schweizer Steuerzahler.