Angebliche Explosion: Preispanik an den Ölmärkten
Aktualisiert

Angebliche ExplosionPreispanik an den Ölmärkten

Der Preis fürs Schwarze Gold ist kurzzeitig auf den höchsten Stand seit 2008 geschossen. Grund dafür war ein vom Iran gestreutes Gerücht über die Explosion einer Pipeline in Saudi-Arabien.

von
sas
Brennende Gaspipeline in Ägypten nach einem Anschlag im November 2011.

Brennende Gaspipeline in Ägypten nach einem Anschlag im November 2011.

Grosse Aufruhr unter den Rohstoffhändlern: Der Preis für ein Barrel Öl (159 Liter) der Nordseesorte Brent ist in der Nacht auf Freitag kurz auf 129,5 Dollar geklettert – den höchsten Stand seit vier Jahren. Grund für die Aufregung war ein vom Iran verbreitetes Gerücht, wonach in der saudischen Unruhe-Stadt Awamijah im Osten des Landes eine Pipeline explodiert sei. Das Gerücht wurde über Facebook und Twitter verbreitet und schliesslich vom englischsprachigen Nachrichtensender Press TV aufgegriffen.

Die saudischen Ölbehörden dementierten aber umgehend und versicherten, dass die Leitung normal in Betrieb sei. Es habe keine Sabotage gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums zur Nachrichtenagentur Bloomberg. In der Folge nahm die Panik unter den Rohstoffhändlern wieder ab. Der Preis des Nordseeöls Brent sank am Freitagmorgen wieder auf unter 125 Dollar, jener der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) auf unter 108 Dollar. Während der Panik war er auf mehr als 110 Dollar pro Fass geklettert.

Bisher ist es in Saudi-Arabien zu keinen Massenprototesten, sondern lediglich zu einzelnen Demonstrationen gegen die Regierung gekommen. Die saudische Regierung befürchtet, dass der Iran mit gezielten Meldungen versucht, saudische Demonstranten aufzuwiegeln.

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