Aktualisiert 27.09.2005 12:38

Preisüberwacher nimmt Kinopreise unter die Lupe

Die Preisüberwachung will die Verleihpreise für Filme näher untersuchen. Kinogänger hatten die hohen Eintrittspreise in mehreren Beschwerden kritisiert.

Die hohen Filmverleih-Mieten der ausländischen Verleiher seien ein bedeutender Kostenfaktor in der Kinobranche und führten auch zu hohen Kino-Eintrittspreisen.

Der Preisüberwacher nahm in letzter Zeit auch die Preise für Salz und den neuen Schweizer Pass unter die Lupe. Dazu beschäftigte er sich mit den Mahngebühren der öV-Unternehmen, dem Briefmonopol der Post sowie den Filmverleih-Mieten bzw. Kino- Eintrittspreisen.

Auf Grund anderer Beschwerden konnte der Preisüberwacher die SBB dazu überreden, die Mahngebühren für Bussen bei Reisen ohne gültigen Fahrausweis von 50 auf 40 Franken zu senken. Weiter erklärte sich die SBB bereit, die Zahlungsfrist von 10 auf 30 Tage zu verlängern. Eine ähnliche Regelung hofft der Preisüberwacher auch mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) zu treffen.

Der Preisüberwacher stellte zudem fest, dass der Grundauftrag der Post mit der vom Bundesrat beschlossene Senkung des Briefmonopols auf 100 Gramm gesichert bleibt. Im Bereich unter 100 Gramm müssen deshalb keine Preisanpassungen vorgenommen werden. Über die Preisgestaltung im Bereich darüber sind Diskussionen im Gange.

Beanstandet wurden beim Preisüberwacher die Preise für die neuen, biometrischen Schweizer Pässe. Die 250 Franken für einen Pass für Erwachsene seien im Vergleich zu anderen Ländern tatsächlich hoch, befand der Preisüberwacher. Er wird sich später noch einmal mit dem Fall befassen.

Bereits früher hatte der Preisüberwacher die Rheinsalinen als Quasi-Monopol-Betrieb dazu angehalten, ihre Preise zu senken. Nun sind erneut Klagen eingegangen. Weil die Frage vorerst nicht geklärt werden konnte, wird der Preisüberwacher zu einem späteren Zeitpunkt das Thema noch einmal aufgreifen.

(sda)

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