Premiere im April: Ein Auto made in Hinterthurgau

Aktualisiert

Premiere im April: Ein Auto made in Hinterthurgau

Im Thurgau entsteht derzeit ein Supersportwagen: In 2,5 Sekunden soll das Geschoss von 0 auf 100 km/h beschleunigen und mit nur 1,1 Tonnen ein Leichtgewicht werden. Im April soll Premiere sein.

Zusammen mit rund 20 Ingenieuren aus der Formel 1 hat der Thurgauer Autowerkzeug-Hersteller Roman Weber bisher über 50000 Stunden am Weber Sportcar entwickelt und gebaut. Sein Ziel: Das allradbetriebene Auto soll über 400 Stundenkilometer schnell flitzen können und dabei mit nur 1,1 Tonnen ein Leichtgewicht bleiben – trotz Luxus-Features wie Klimaanlage, elektrischem Fensterheber, Navigation und Hi-Fi-Anlage. «Damit können wir Ferrari und Co. locker übertrumpfen», sagt Weber. Der Spleen, selber ein Auto zu bauen, kam Weber vor rund zehn Jahren. Er sei mit keinem der erhältlichen Autos zufrieden gewesen, sagt er. Nun steht er kurz vor der Erfüllung seines Traums.

Die Produktionskosten für den Flitzer, von dem bis zu zehn Stück jährlich produziert werden sollen, sind recht hoch: «Allein das Getriebe kostet so viel wie ein kompletter Porsche 911», so Weber. Der Preis von über einer Million Franken ist denn auch nichts für kleine Portemonnaies: «Wir wollen weltweit verkaufen, zielen aber vor allem auf gut betuchte Kunden aus den Arabischen Emiraten», so Weber. Dort sind auch schon Vorstellungen geplant. Am 19. April feiert der Weber Sportcar in Monaco Weltpremiere.

Tobias Bolzern

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