Livio Wenger holt Silber: «War nach wenigen Runden schon müde»
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Livio Wenger holt SilberPremieren-Medaille nach Corona – «war nach wenigen Runden schon müde»

Livio Wenger holte am Sonntag in Heerenveen die erste Schweizer EM-Medaille im Eisschnelllauf. Dies, obwohl der Luzerner eigentlich noch an Corona-Folgen leidet.

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Premiere: Die Schweizer Eisschnellläufer haben ihre erste Medaille an einem internationalen Grossanlass.

Premiere: Die Schweizer Eisschnellläufer haben ihre erste Medaille an einem internationalen Grossanlass.

imago images/Pro Shots
Möglich machte es der Luzerner Livio Wenger am Sonntag in Heerenveen.

Möglich machte es der Luzerner Livio Wenger am Sonntag in Heerenveen.

REUTERS
Im Massenstart wurde Wenger (l.) hinter dem Belgier Bart Swings (m.) Zweiter.

Im Massenstart wurde Wenger (l.) hinter dem Belgier Bart Swings (m.) Zweiter.

AFP

Darum gehts

  • Livio Wenger sorgte für die erste Schweizer Einzelmedaille im Eisschnelllauf.

  • Trotz Corona-Leiden gilt der Luzerner in Peking als Medaillenhoffnung.

  • Wenger: «Eine Olympia-Medaille ist sicherlich möglich.»

Was Livio Wenger am Sonntag im holländischen Heerenveen schafft, ist eine Premiere: Zum ersten Mal überhaupt gewinnt ein Schweizer eine Einzelmedaille an einem internationalen Eisschnelllauf-Grossanlass (WM oder EM). An den Olympischen Spielen 2018 im koreanischen Pyeongchang wurde er bereits Vierter. Nun schlug Wenger in seiner Paradedisziplin Massenstart zu, wurde hinter dem Belgier Bart Swings Zweiter.

«Das Rennen ist nach Plan verlaufen», sagt der Luzerner zu 20 Minuten. Er habe sich von Beginn weg an Swings orientiert, um so viel Kraft wie möglich zu sparen. Schliesslich habe Wenger erst vor einem Monat eine Corona-Erkrankung durchgemacht und brauche immer noch lange, um sich zu erholen. «Ich war nach wenigen Runden schon müde», gesteht er nach seinem Triumph ein. Wenger weiter: «Es brauchte mehr Aufwand als sonst, um in einer guten Position zu bleiben.»

Zuversicht für Peking

Dennoch habe er die Medaille erwartet: «Gezweifelt habe ich nie an mir, ich wusste, dass ich es kann», so Wenger. Und weiter: «Nun kann ich zuversichtlich nach Peking schauen.» Da nämlich gilt er im Massenstart als Schweizer Hoffnung auf Edelmetall. «Eine Medaille war nun vier Jahre lang mein Ziel», bestätigt der 28-Jährige, «es ist sicherlich möglich.»

Bis zum Start Anfang Februar hofft Wenger zudem, seine Corona-Beschwerden noch weg zu kurieren. Einreise-Mühen muss er aber keine befürchten: Zwölf Tage genesen muss man sein, um nach Peking zu gelangen. «Andere Athletinnen und Athleten wird es so wohl leider noch erwischen», warnt er, «dennoch wird das Startfeld in Peking noch einmal etwas stärker sein als in Heerenveen.»

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(sih)

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