Prepaid-Handys: Registriermängel
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Prepaid-Handys: Registriermängel

Die Registrierung der Besitzer von Prepaid-Handys hat im Kampf gegen das Verbrechen wenig gebracht: Schuld daran ist in erster Linie die schlampige Aufnahme der Personalien.

«Die Registrierungen werden nicht ernst genommen, und nicht registrierte Handys wurden von den Mobiltelefonanbietern nicht gesperrt», ärgert sich Staatsanwalt Thomas Hansjakob. Dies sei das Hauptproblem, welches die Ermittler bei der Jagd nach Straftätern weiterhin behindere.

Ein weiteres Problem stellt der Handel mit der SIM-Karten unter Privaten dar. Durch eine Begrenzung der Anzahl eintragbarer SIM-Karten könnte dem jedoch entgegengewirkt werden, glaubt Roland Wittwer vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Hansjakob sieht das Registrierungsgesetz dennoch nicht als Flop, da seit dessen Einführung die SIM-Karten markant weniger oft gewechselt werden. Dies sei für die Strafverfolgung von Vorteil.

Trotzdem bestehe Handlungsbedarf: «Das Uvek muss einen grösseren Druck auf Mobiltelefonanbieter ausüben, damit die Registrierung sorgfältig durchgeführt wird», fordert Hansjakob.

Nico Menzato

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