Inseratestatistik 2008: Presse mit weniger Inserateeinnahmen
Aktualisiert

Inseratestatistik 2008Presse mit weniger Inserateeinnahmen

Auch der Inseratemarkt hat die Wirtschaftsflaute zu spüren bekommen: 2008 haben die Printtitel Einnahmen von rund 1,887 Milliarden Franken gemeldet. Das sind 6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Liegenschaftsanzeigen (73,7 Mio. Franken) weisen im Vergleich zum Vorjahr prozentual einen besonders starken Rückgang auf (19,1 Prozent). Bei den kommerziellen/übrigen Anzeigen (1,423 Mio. Franken) beträgt die Abnahme 5,8 Prozent, wie die WEMF AG für Werbemedienforschung am Montag mitteilte.

Mit 273,6 Mio. Franken verzeichneten auch die Stellenanzeigen ein Minus (-3,4 Prozent). Die Prospektbeilagen verzeichneten mit 116,5 Mio. Franken ein Minus von 4,8 Prozent.

Fach- und Sonntagspresse im Plus

Aufgeteilt nach Printmediengattung verzeichneten einzig die Fachpresse mit 64,6 Mio. Franken (plus 4,8 Prozent) und die Sonntagspresse mit 210,5 Mio. Franken (plus 5.2 Prozent) ein Plus an Nettowerbeumsätzen gegenüber dem Vorjahr. Die Tagespresse verzeichnete mit 1,033 Mio. Franken ein Minus von 7,2 Prozent.

Daneben verzeichneten auch die regionale Wochenpresse mit 53,2 Mio. Franken (-6,8 Prozent), die Finanz- und Wirtschaftspresse mit 77,4 Mio. Franken (-5,5 Prozent), die Publikumspresse mit 231 Mio. Franken (-14,1 Prozent) und die Spezialpresse (216,8 Mio. Franken (-3,3 Prozent) Minuswerte.

Schwacher Dezember

Im Dezember lagen die Inserateeinnahmen mit 129,6 Mio. Franken 11,5 Prozent tiefer als im Vorjahresmonat. Zu diesem Minus trugen alle Bereiche bei. Die Stellenanzeigen nahmen mit einem Volumen von 11,6 Mio. Franken um 31,8 Prozent ab.

Bei den Liegenschaftsanzeigen (3,2 Mio. Franken) ergibt sich ein Minus von 12,9 Prozent, und bei den kommerziellen/übrigen Anzeigen beträgt die Abnahme bei 105,5 Mio. Franken 7,7 Prozent. Die Prospektbeilagen verzeichneten mit 9,2 Mio. Franken ein Minus von 18,7 Prozent.

Sonntagspresse leidet

Aufgeteilt nach den einzelnen Printmedien verzeichnete einzig die Finanz- und Wirtschaftspresse mit 6,0 Mio. Franken Nettowerbeumsätzen ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat (plus 4,9 Prozent). Demgegenüber litt die Sonntagspresse prozentual am stärksten mit 31,4 Prozent unter Einnahmeschwund (13 Mio. Franken).

Die Publikumspresse nahm 24,7 Prozent (15,2 Mio.), die Tagespresse mit 72,1 Mio. Franken 6,2 Prozent weniger ein. Daneben büsste die regionale Wochenpresse 4,1 Prozent (3,8 Mio.), die Spezialpresse 6,8 Prozent (15,6 Mio.) und die Fachpresse 5,1 Prozent (3,9 Mio.) ein. (sda)

Werbedruck 2008 leicht gestiegen

Der Schweizer Werbemarkt ist 2008 dank guten Resultaten zu Jahresbeginn insgesamt leicht gewachsen. Der Werbedruck nahm laut Media Focus um 2,6 Prozent auf 3,95 Mrd. Fr. zu. Damit liege das Jahr 2008 in der 10-Jahresanalyse im Mittelfeld, teilte das Werbe- und Medienforschungsunternehmen am Mittwoch mit. Erfasst ist der Werbedruck in den Bereichen Print, Fernsehen, Radio, Plakat, Kino, Teletext und Internet.

Der Dezember brachte allerdings ein Minus um 1,1 Prozent. Deutliche Vorboten eines möglichen Überschwappens der Rezession auf die Werbeindustrie seien dennoch nicht sichtbar. Mit dem dritten Minusmonat in Folge könne man das Fernsehen als erstes Opfer schwindender Werbebudgets ausmachen.

Im Gesamtjahr verloren die Kinos mit einem Minus von 10 Prozent am deutlichsten an Boden. Die drei grössten Werbungtreibende waren im Dezember Coop, Migros und L'Oréal.

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