Nach langer Zeit: Prestigesieg der Eisgenossen in Schweden

Aktualisiert

Nach langer ZeitPrestigesieg der Eisgenossen in Schweden

Die Schweizer Eishockey-Nati schlägt Schweden auswärts 4:2. Es ist der erste Sieg seit drei Jahren gegen den achtfachen Weltmeister aus dem hohen Norden.

Die Schweizer jubeln über den Testspielsieg gegen Schweden. (Bild: Freshfocus)

Die Schweizer jubeln über den Testspielsieg gegen Schweden. (Bild: Freshfocus)

Dem Schweizer Nationalteam gelingt der Auftakt in die dritte WM-Vorbereitungswoche. Das Team von Nationalcoach Sean Simpson gewinnt in Örebro das erste von zwei Testspielen gegen Schweden mit 4:2.

Der Sieg war verdient. Die Schweizer waren lange Zeit das bessere Team und überraschten den Gegner mit einer mutigen Spielweise. Damien Brunner mit einem Penalty nach bereits 61 Sekunden und Julien Sprunger (26.) brachten die Schweizer 2:0 in Führung. Nach dem zweiten Gegentreffer schalteten die Schweden einen Gang höher. Und prompt gerieten die Schweizer unter Druck. Daniel Fernholm (38.) und Fredrik Pettersson (47.) glichen die Partie aus. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich erzielte Daniel Rubin mit seinem zweiten Länderspieltor den Siegtreffer für die Schweizer. Den Schlusspunkt setzte Patrick von Gunten 16 Sekunden vor dem Ende mit einem Treffer ins leere Tor.

Starker Berra als Rückhalt

Die Schweizer standen defensiv sehr solid und gestanden den Schweden nur wenige gute Möglichkeiten zu. Und wenn doch einmal ein Schwede durchkam, scheiterte er immer wieder an Reto Berra. Der Bieler Keeper lieferte einmal mehr eine starke Partie ab. Bei den beiden Gegentoren war er machtlos. Und 33 Sekunden vor dem Ende rettete er den Schweizern mit einem «big save» den Sieg.

Kader wird verstärkt

Nächste Woche werden nebst NHL-Star Mark Streit voraussichtlich etwa zehn Spieler der beiden Finalisten ZSC Lions und Bern ins Nati-Camp einrücken. Für zahlreiche Spieler des aktuellen Teams bietet sich diese Woche die letzte Gelegenheit, sich für das WM-Team aufzudrängen. Diesen Fakt konnten die Schweizer (im positiven Sinn) nicht verbergen. Sie kämpften, sie liefen viel und sie wurden für den engagierten Auftritt schliesslich mit dem ersten Sieg gegen Schweden seit drei Jahren und dem 3:2 in Malmö belohnt.

Weiterhin unklar ist, ob NHL-Spieler Luca Sbisa das Schweizer Team an der WM in Helsinki verstärken wird. Der Verteidiger der Anaheim Ducks hat die Freigabe seines Klubs noch immer nicht erhalten. Die medizinischen Abklärungen ziehen sich hin.

Schweden - Schweiz 2:4 (0:1, 1:1, 1:2).

Behrn Arena, Örebro. - 3515 Zuschauer. - SR Lärking/Johansson, Ulriksson/Dahmen (Sd).

Tore: 2. Damien Brunner 0:1 (Penalty). 26. Sprunger 0:2. 38. Fernholm (Harju) 1:2. 47. Pettersson (Harju) 2:2. 50. Rubin (Hollenstein) 2:3. 60. (59:44) von Gunten 2:4 (ins leere Tor).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Schweden, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweden: Enroth (37. Nihlstorp); Brodin, Staffan Kronwall; Ahnelöv, Fernholm; Viklund, Mattias Karlsson; Frögren; Pettersson, Lundqvist, Harju; Danielsson, Persson, Omark; Jonas Andersson, Rosen, Zackrisson; Fasth, Olausson, Hjalmarsson; Bang, Lundh.

Schweiz: Berra; Du Bois, Bezina; Loeffel, von Gunten; Chiesa, Grossmann; Kukan; Damien Brunner, Romy, Simon Moser; Niederreiter, Liniger, Wick; Sprunger, Bieber, Benjamin Plüss; Hollenstein, Trachsler, Rubin; Sciaroni.

Bemerkungen: Schweiz ohne Julien Vauclair (geschont), Stephan (überzählig) und Genoni (Ersatztorhüter). Pfostenschüsse Damien Brunner (36.) und Bezina (59.). Timeouts Schweden (57:55) und Schweiz (58:53). Schweden von 57:55 bis 59:44 ohne Torhüter.

Schüsse: Schweden 32 (7-12-13); Schweiz 31 (8-14-9).

Powerplay-Ausbeute: Schweden 0/5; Schweiz 0/4. (si)

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