Primarschule Uster: Torjubel im Singsaal
Aktualisiert

Primarschule Uster: Torjubel im Singsaal

Im Singsaal des Schulhauses Niederuster ertönten für einmal Fangesänge: 152 Primarschüler sahen sich das Spiel Togo – Schweiz an. Der Lärm war ohrenbetäubend.

«Eis, zwei, Domino, d'Schwiiz günnt sowieso» – so lautete der Lieblingsvers der Primarschüler, die sich gestern in Niederuster auf den WM-Match gegen Togo einstimmten. «108 Dezibel», sagte ein Lehrer beeindruckt, der den Lärmpegel mit seinem Handy gemessen hatte. Und das war noch nicht einmal ein Torjubel.

Obwohl das Zuschauen freiwillig war, war eine grosse Mehrheit der Primarschüler gekommen. Die Kulisse war eindrücklich: Eine Lehrerin hatte die Wangen ihrer Schüler mit dem Schweizer Wappen bemalt. «Sogar ausländische Kinder wollten das», sagt Schulleiterin Elvira Major. Und zur Vorbereitung hatten die Kinder im Unterricht eigenwillige Versionen der Schweizer Flagge gebastelt.

«Zubi, Zubi», «Köbi, Köbi», ertönte es immer wieder. Während der zweiten Halbzeit kam es dann auch unter den kleinen Zuschauern im Singsaal zu einzelnen Fouls, bei denen oft Stangen von Schweizer Fahnen zweckentfremdet wurden. Die Lehrer wurden teilweise zu Schiedsrichtern. Für Schulleiterin Major wars aber ein durchwegs gelungener Anlass: «Nur beim Torjubel bekam ich fast Angst. Es war, als ob ein Vulkan explodiert wäre.»

Marco Lüssi

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