Aktualisiert 15.02.2020 06:32

RoyalsPrinz Andrew droht neuer Ärger

Kurz vor seinem 60. Geburtstag wird es nicht ruhig um den Briten. Er wird mit einem weiteren mutmasslichen Vergewaltiger in Verbindung gebracht.

von
roy
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Am 21. Februar 2020 fuhr ein gelber Schulbus mehrmals am Buckingham-Palast vorbei. An der Seite des Busses war zu lesen: «Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten.»

Am 21. Februar 2020 fuhr ein gelber Schulbus mehrmals am Buckingham-Palast vorbei. An der Seite des Busses war zu lesen: «Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten.»

Stefan Rousseau
Hinter der Aktion steht die US-Anwältin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt. Sie wird ungeduldig: Der Prinz zeigt im Fall Epstein «null Kooperation». Auf eine Anfrage des FBI hat er nicht reagiert.

Hinter der Aktion steht die US-Anwältin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt. Sie wird ungeduldig: Der Prinz zeigt im Fall Epstein «null Kooperation». Auf eine Anfrage des FBI hat er nicht reagiert.

Stefan Rousseau
November 2019: In einem Interview mit BBC hatte sich der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. erstmals zu seiner Beziehung zu Epstein und den gegen ihn selbst erhobenen Missbrauchsvorwürfen geäussert.

November 2019: In einem Interview mit BBC hatte sich der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. erstmals zu seiner Beziehung zu Epstein und den gegen ihn selbst erhobenen Missbrauchsvorwürfen geäussert.

Screenshot BBC

Am 19. Februar wird Prinz Andrew 60 Jahre alt. Ob ihm zum Feiern zumute ist, bleibt allerdings fraglich. Der Vergewaltigungsskandal um Jeffrey Epstein (†66) ist für den Royal noch lange nicht ausgestanden - ihm selbst wird vorgeworfen, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.

Nun wird Andrew mit einem weiteren mutmasslichen Vergewaltiger in Verbindung gebracht, wie unter anderem die «Daily Mail» schreibt: Peter Nygard. Der finnisch-kanadische Mode-Unternehmer wird beschuldigt, auf seinem Anwesen auf den Bahamas zehn Frauen über mehrere Jahre vergewaltigt und Menschenhandel betrieben zu haben. Gegen ihn wurde in Miami eine Sammelklage eingereicht.

Vor Jahren zu Besuch

Prinz Andrew erinnert sich nicht an das Foto

Konfrontiert mit dem Foto, das Prinz Andrew mit der minderjährigen Virginia Giuffre zeigt, streitet er alles ab: «Ich habe daran absolut keine Erinnerung.»
(Video: BBC)

Manche der Opfer seien erst 14 Jahre alt gewesen. Nygard soll sie mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und zudem zu extremen sexuellen Praktiken gezwungen haben. Der Anklageschrift sei zu entnehmen: «Nygard bot ihnen 5000 Dollar an, ehe er sie vergewaltigte, später bot er ihnen weitere 10'000 Dollar an, wenn sie ihren Darm in seinen Mund entleeren.» Nygard weist die Vorwürfe über seinen Anwalt zurück.

Prinz Andrew wird in diesem Zusammenhang zwar nicht des Missbrauchs beschuldigt, doch er kennt Peter Nygard. Der Royal und seine damalige Ehefrau Sarah Ferguson haben gemäss dem Bericht einmal ihre Ferien beim Mode-Millionär auf den Bahamas verbracht. Das soll vor knapp 20 Jahren gewesen sein. Wie gut sich Prinz Andrew und Nygard, der auch als Hugh Hefner Kanadas bezeichnet wird, kennen, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob er etwas von Nygards mutmasslichen Praktiken wusste. Seinem ohnehin schon geschädigten Ruf ist dies allerdings nicht dienlich.

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