Aktualisiert 25.12.2019 18:35

Weihnachtsmesse der Royals

Prinz Andrew durfte nicht Haupteingang benutzen

Die britischen Royals besuchten am Weihnachtstag den traditionellen Gottesdienst in Sandringham. Prinz Andrew kam auch – er verhielt sich aber sehr diskret.

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Die britische Königsfamilie nahm am 25. Dezember 2019 an der traditionellen Weihnachtsmesse in Sandringham teil.

Die britische Königsfamilie nahm am 25. Dezember 2019 an der traditionellen Weihnachtsmesse in Sandringham teil.

Getty Images/Stephen Pond
Prinz William und seine Frau Kate kamen erstmals mit Prinz George (6) und seiner Schwester Charlotte (4).

Prinz William und seine Frau Kate kamen erstmals mit Prinz George (6) und seiner Schwester Charlotte (4).

epa/str
Das ist das erste Mal, dass die Kinder beim Gottesdienst in Sandringham dabei sind.

Das ist das erste Mal, dass die Kinder beim Gottesdienst in Sandringham dabei sind.

Jon Super

Während die britische Königsfamilie am Weihnachtstag den traditionellen Gottesdienst in Sandringham in Norfolk besuchte, blieb Prinz Andrew diesmal im Schatten. Der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. kam nicht zum Hauptgottesdienst um 11 Uhr, sondern zu einem früheren um 9 Uhr in Begleitung seiner Mutter und seines Bruders, Prinz Charles. Er benutzte auch nicht den Haupteingang zur St. Mary Magdalene-Kirche, wie «BBC» berichtet.

Zuvor hatte es Spekulationen darüber gegeben, ob der 59-jährige Andrew an der familiären Weihnachtsfeier auf dem Landsitz Sandringham teilnehmen würde. Der Royal ist im Missbrauchsskandal um den inzwischen verstorbenen Jeffrey Epstein verwickelt. Eine US-Amerikanerin wirft Andrew vor, dass er sie als Minderjährige mehrfach missbraucht habe. In einem Fernsehinterview, mit dem er wieder seinen Ruf herstellen wollte, redete sich Andrew um Kopf und Kragen. Schliesslich gab er bis auf Weiteres alle royalen Aufgaben auf.

Der Rest der Familie liess sich jedoch von den privaten Sorgen nichts anmerken. So nahmen Prinz William und seine Ehefrau Kate an der Weihnachtsfeier erstmals mit ihrem ältesten Sohn George und ihrer Tochter Charlotte teil. Am Schluss begrüsste die junge Familie gut gelaunt die Schaulustigen.

Das Jahr Royals war von zahlreichen Tiefpunkten geprägt

In der jährlichen Weihnachtsansprache, die am 25. Dezember am frühen Nachmittag ausgestrahlt wird, thematisiert die Königin allerdings den «holprigen» Weg ihrer Familie und des Landes in den vergangenen zwölf Monaten.

Dabei ist Prinz Andrew nur eines ihrer Probleme: Prinz Philip war Anfang des Jahres in einen Autounfall verwickelt, bei dem zwei Frauen verletzt worden waren. Später fuhr Philip ohne Sicherheitsgurt. Erst nach Protesten gab der Senior seinen Führerschein ab. Auch er nahm am Gottesdienst nicht teil: Der 98-Jährige musste kurz vor Weihnachten vier Nächte in einem Londoner Spital behandelt werden.

Auch Unstimmigkeiten zwischen ihren Enkeln Prinz Harry und William dürften die Königin beschäftigt haben. Harry und Herzogin Meghan nahmen mit ihrem kleinen Sohn Archie nicht an der traditionellen Weihnachtsfeier teil und feierten stattdessen mit Meghans Mutter in Kanada.

Politisch war das Jahr 2019 geprägt von den heftigen Streitereien im britischen Parlament um den geplanten Brexit. Durch eine Neuwahl im Dezember konnte sich Premierminister Boris Johnson mehr Unterstützung für sein mit Brüssel nachverhandeltes Austrittsabkommen sichern. Grossbritannien wird Ende Januar die Staatengemeinschaft verlassen.

(kle/sda)

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